Corona-Studie in Chemnitz geht weiter

Tausende Probanden sollen in Chemnitz an der Antikörper-Studie teilnehmen. Foto: Halfpoint/stock.adobe.com

Forscher des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung bestimmen derzeit den Anteil der Bevölkerung, der Antikörper im Blut hat und somit vermutlich bereits mit dem Virus infiziert war. Seit März ist auch die Stadt Chemnitz eine von acht deutschen Städten, in der das Institut seine Antikörper-Studie durchführt.

Bereits im Frühjahr diesen Jahres machte Studienleiter Prof. Dr. Gérard Krause deutlich, die Dunkelziffer sei da. Doch das tatsächliche Vorkommen von Infektionen mit SARS-CoV-2 in der Bevölkerung könne noch nicht verlässlich abgeschätzt werden. „Einige Menschen zeigen bisher keine oder nur sehr milde Symptome , was die Zahl der Infektionen und Menschen mit Antikörper steigen lassen könnte“, so der Wissenschaftler.

Auch die Frage, inwieweit in der Folge einer Infektion eine mutmaßliche Immunität gegen SARS-CoV-2 aufgebaut wurde, bleibe bislang offen. Ziel ist es, die tatsächliche Verbreitung von Infektionen mit SARS-CoV-2 und entsprechender Immunität in verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Deutschland zu untersuchen.

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) setzt nun seine Antikörperstudie zu SARS-CoV-2 zwischen dem 21. Juli und 17. August in Chemnitz fort. Erneut gingen deswegen Einladungsschreiben an insgesamt 9000 Menschen aus Chemnitz und Umgebung raus, mit der Bitte um Teilnahme.

Die Probandinnen und Probanden werden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Das Alter und die Geschlechter-Verteilung wurden dabei berücksichtigt. Die Teilnehmer müssen zur Blutabnahme ins Studienzentrum, das sich im ehemaligen Technischen Rathaus an der Annabergerstraße befindet. Per App oder in Schriftform können die Menschen dann noch weitere Fragen zuhause beantworten. Die Teilnehmer erhalten ihr Laborergebnis schließlich auch über die App.

Für Personen, für die der Weg ins Studienzentrum ein gesundheitliches Risiko darstellt, besteht die Möglichkeit die Beprobung im Rahmen eines Hausbesuches von einem mobilen Team durchführen zu lassen.

Bundesweit werden die Untersuchungen jeweils zu unterschiedlichen Zeiten durchgeführt, die Ergebnisse der Studie sollen daher fortlaufend veröffentlicht werden, wie Krause sagt.

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