Da rollt was an

Presswerk-Leiter Andreas Rittrich beobachtet die Anlieferung des Presskopfes ganz genau. Bevor dieser eingebaut werden kann, mussten die Stößel (gelb) angebracht werden. Nach Aufbau kann vorraussichtlich Anfang Oktober die erste Probepressung beginnen. Foto: Ralph Köhler

Zwickau. Er ist 8 Meter lang, 4,6 Meter breit und ist 3,80 Meter hoch und wiegt stolze 125 Tonnen: der neue Presskopf ist der ganze Stolz im Volkswagenwerk und wurde nicht zuletzt wegen seines Wertes von zwei Millionen Euro bei seinem Transport am Dienstag ins neue Presswerk quasi mit „Samthandschuhen“ angefasst.

Das Besondere: Mit der Erweiterung des Presswerks ist der Standort in der Lage, ab 2021 alle erforderlichen Außenhaut-Karosserieteile für alle in Zwickau gefertigten E-Modelle selbst abzupressen. Der Anbau ist nun wetterfest und der Aufbau der gigantischen fünfstufigen XL-Presse beginnt.

Volkswagen Sachsen investiert mehr als 1,2 Milliarden Euro in den Umbau des Werks Zwickau. Eine der größten Struktur-Investitionen fließt dabei in die Erweiterung des Presswerks. Sie beläuft sich auf rund 74 Millionen Euro.

Bis heute sind nach ziemlich genau 30 Jahren in Zwickau rund sechs Millionen Volkswagen der Modelle Polo, Golf, Golf Variant, Passat Limousine, Passat Variant und ID.3 produziert worden. Im Jubiläumsjahr endet auch die Ära der Verbrenner in Zwickau. Ab Sommer diesen Jahres werden hier dann ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge gefertigt. Nachdem der ID.3 bereits seit November 2019 gefertigt wird, feiert der ID.4 in den kommenden Monaten seinen Produktionsstart. 2021 folgen weitere Modelle, darunter auch von Seat und Audi.

Facebook