Das sollten Sie lesen, Herr Kretschmer

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Die IHK hofft, dass er hilft, die Wirtschafts-Wünsche zu erfüllen. Foto: CDU

Neue alte Wirtschafts-Wünsche

Von Sven Günther
Region. Die Forderungen sind bekannt, werden immer und immer wieder gebetsmühlenartig erneuert. Seit Jahren wird nach Bürokratie-Abbau gerufen, nach schnellem Internet, nach ordentlichen Straßen!

Jetzt kommen die Wirtschafts-Wünsche erneut auf das Tapet, weil Kommunal-, Europa- und Landtagswahlen anstehen. Grund genug für die IHK Chemnitz auf wirtschaftshemmende Defizite hinzuweisen und die Politiker energisch aufzufordern, die Missstände zu beheben.

Zentral sind dabei vor allem der zügige Ausbau mit schnellem Internet, die Verbesserung der Infrastruktur und Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel, der sich inzwischen zum Arbeitskräftemangel entwickelt hat.

Die IHK fordert das Breitbandnetz umfassend durch Glasfaserverbindungen auszubauen. Das Ziel ist die flächendeckende Versorgung mit deutlich über 1 Gbit pro Sekunde. Alle existierenden Funklöcher müssen schnellstens geschlossen werden.

Auch in Sachen Verkehr formuliert die IHK klare Forderungen. So soll die Fahrzeit von jeder Kommune Sachsens zur nächsten Autobahn maximal 40 Minuten, bis zum nächsten Ober- oder Mittelzentrum maximal 20 Minuten dauern.

Die Region müsse schnellstens an den schnellen Schienenfernverkehr angeschlossen werden. Dafür sei es unablässig, wichtige Stecken (wie zwischen Chemnitz und Leipzig) zu elektrifizieren. Die Anbindung des ländlichen Raumes ist durch den ÖPNV und den Schülerverkehr zu stärken. Dafür solle laut IHK das Chemnitzer Modell auf andere Kommunen übertragen werden.

Die Bildungsinfrastruktur wird ebenso thematisiert. Sie müsse dringend erhalten und ausgebaut werden. Jede Bildungseinrichtung ist schnellstens an das Breitbandnetz anzuschließen, Bildungstandorte sind zu Kompetenzzentren weiterzuentwickeln.

Um dem Fachkräfteproblem zu begegnen, sei ein Einwanderungsgesetz dringend notwendig.

Die IHK verlangt nach einem gemeinsamen Standortmarketing für die Region Chemnitz, setzt sich dafür ein, die regionale Wirtschaftsförderung konsequent zu stärken, attraktive Innenstädte zu schaffen respektive zu erhalten. Auch zukunftsfähige Gewerbeflächen und sichere Rohstoffquellen werden verlangt.

Vordringlich ist die Forderung nach weniger Bürokratie in allen Bereichen. Der Masterplan „Digitale Verwaltung Sachsen“ mit dem Ziel, alle Verwaltungsleistungen schon bis 2020 elektronisch verfügbar zu machen, muss unbedingt umgesetzt werden. Die Ämter hätten der Wirtschaft und den Bürgern zu dienen und nicht umgekehrt. Ermessensspielräume seien im Sinne der Firmen und Menschen auszulegen.

Forderungen, die schon seit Jahren im Raum stehen. Die Industrie- und Handelskammer drängt die Politik, diese jetzt endlich zu erfüllen und sieht in Ministerpräsidenten Michael Kretschmer, der sich tatsächlich um die Wirtschafts-Wünsche kümmert.

Hier finden Sie die Regionalpolitischen Positionen der IHK:

Regionalpolitische Positionen.

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