Der EHV Aue und der Frust zu Nikolaus

Vilius Rasimas konnte den letzten Angriff der Rimpar Wölfe stoppen. Zu einem Punkgewinn reichte es nicht. Foto: Manja Gehlert.

EHV Aue im Angriff zu fehlerhaft

Von Sven Günther
Würzburg. Nach den 60 Minuten Handball-Krampf gegen die Sportgemeinschaft Deutsche Jugendkraft Rimpar am Nikolaus offenbarte EHV-Manager Rüdiger Jurke einen Hang zur Geschichte. „Der Nikolaus stammt ja bekanntermaßen aus der Türkei,“ sprach er und ergänzte: „Seine Name bedeutet soviel wie Sieg des Volkes. Mir hätte heute ein Sieg des EHV genügt…“
Ein Sieg, der durchaus möglich gewesen wäre. Jurke: „Wir standen in der Abwehr gut, hatten mit Erik Töpfer einen guten Torhüter. Aber im Angriff haben wir einfach zu viele Fehler gemacht, sind auch immer wieder am Torhüter der Wölfe gescheitert“.
Der so gelobte Max Brustmann entschärfte zwölf von Auer Spieler geworfene Bälle, kam auf einem Schnitt von 38,71 Prozent. Stark. Erik Töpfer im EHV-Tor hielt zehn Bälle, schaffte eine Quote von 34,5 Prozent. Ebenfalls ein guter Wert.
Überzeugende Abwehrreihen und gut aufgelegte Torhüter. Eine Mischung, die für wenig Tore sorgt. Wenn dann noch dazu im Angriff viele technische Fehler gemacht werden, die Schiedsrichter überfordert wirken, kommt kein Spiel für Handball-Feinschmecker heraus. Die Partie lebte bis in die Schlussphase hinein von der Spannung. In dieser hatte der EHV zweimal die Möglichkeit, den Ausgleich zu werfen. Erst versuchte Benas Petreikis, wie schon beim spektakulären Ausgleichstreffer gegen Lübeck-Bad Schwartau, Kreisläufer Bengt Bornhorn zu erreichen, der relativ freistand. Ein Wölfe-Abwehrarm verhinderte das Fangen des Balles.
Im Gegenzug war es Vilius Rasimas, der eingewechselte EHV-Tormann, der den Wurf des Wölfe-Spielers Steffen Kaufmann entschärfte, Stephan Swat die Gelegenheit gab, seine letzte Auszeit zu nehmen. Dessen Plan: Keeper raus, Petr Slachta als zweiten Kreisläufer rein und wieder Bornhorn anspielen. Das funktionierte zwar, aber der EHV-Hüne war zu dicht gedeckt, sodass es nur einen Freiwurf gab. Den führte Adrian Kammlodt aus, sein Sprungwurf blieb aber in der Rimpar-Defensive hängen und die Gastgeber konnten den Ball ins leere Tor werfen.
Rüdiger Jurke: „Das Spiel hatte keinen Sieger verdient. Wir hätten gern unsere Serie fortgesetzt. Dafür hätten aber alle an der Leistungsgrenze spielen müssen. Und das war nicht der Fall.“
Jetzt wartet am Sonntag 17 Uhr in Emsdetten das nächste Auswärtsspiel auf den EHV Aue, ehe am 21. Dezember der TuS Lübbecke im Erzgebirge erwartet wird.

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