Der EHV Aue und die Rückkehr der Recken

Mindaugas Dumcius stand letzte Saison noch für den EHV auf dem Parkett, reist jetzt mit dem HC Elbflorenz nach Lößnitz.
Fotos: Manja Gehlert

EHV Aue braucht mehr ALLES

Von Sven Günther
Lößnitz. Sie kommen zurück. Mit breiter Brust. Voller Selbstvertrauen. Die Ex-Auer Recken Marc Pechstein, Philip Jungemann und Mindaugas Dumcius spielen inzwischen für den HC Elbflorenz, reisen am Samstag zum Derby in der 2. Handball-Bundesliga an. Während Pechstein noch an einer Verletzung laboriert, schafften seine Kameraden am letzten Wochenende eine kleine Sensation. Die Truppe von Trainer Rico Göde lag im Heimspiel gegen Emsdetten in der 40. Minute 15:23 zurück – und drehte das Spiel in den restlichen 20 Minuten.
Vor allem die offensive Deckung machte es den Emsdettern schwer, sodass sie völlig den Faden verloren und schließlich 29:28 unterlagen, mit 2:12 Punkten hinter dem EHV Aue Vorletzter sind.

Eine Aufholjagd startete auch die Erzgebirger bei ihrem Auswärtsspiel in Konstanz. Ab der 53. Minute warfen die Spieler von Trainer Stephan Swat sechs Tore in Folge, konnten trotzdem nicht gewinnen, weil sie bereits vorher versagt hatten, mit 30:21 hinten lagen.
Manager Rüdiger Jurke: “Es reicht nicht, wenn man in den letzten zehn Minuten anfängt, Handball zu spielen. Einfach nur enttäuschend. Es war ein Vier-Punkte-Spiel. Da hätte ich mit mehr Leidenschaft, mehr Selbstvertrauen, mehr Torwart, mehr Abwehr, mehr Angriff, mehr ALLES gewünscht. Wir wissen, dass es ein schweres Jahr wird – und jetzt wird es richtig schwierig!”
Was macht Hoffnung für das Derby? Erik Töpfer fehlte in Konstanz erkrankt, sollte gegen Dresden wieder spielen können. Beim letzten 25:23-Heimsieg des EHV gegen den HCE im Dezember kam er von der Bank, hielt die Mannschaft mit mehreren starken Paraden erst im Spiel, um dann, 20 Sekunden vor Ultimo, mit einer reflexartig zuckenden linken Hand den Ball, das Unentschieden verhindernd, auf dem Weg in den Winkel zu bremsen. Damals überzeugt auch der Dresdner Keeper Mario Huhnstock, liegt aktuell in der Rangliste der 2. Handball-Bundesliga mit 52 Paraden auf Rang zehn. Töpfer kommt mit 33 gehaltenen Bällen auf Platz 19.
Auch die Tatsache, das der EHV aus dem Rückraum gefährlicher ist, sollte Mut machen. Während bei den Gästen die Herrn Emanuel, Greß, Pulay, Kretschmer, Kasal, Buschmann, Pechstein und Dumcius 92 Tore warfen, eine Quote von 64 Prozent haben, trafen die Auer Benas Petreikis (35), Gabriel De Santis (26) und Adrian Kammlodt (50) schon 111 Mal mit einer Quote von 75 Prozent.
De Sanits und Kammlodt. Sie werden gegen die Dresdner besonders motiviert sein, spielten beide in der letzten Saison noch für den HC Elbflorenz.
Rüdiger Jurke: “Es ist ein Derby, es ist ein wichtiges Spiel und es geht uns nicht gut. Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir die Unterstützung der Fans bekommen. Ich hoffe, es kommen am Samstag 17 Uhr möglichst viele Zuschauer in die Halle.”
Der EHV Aue und die Rückkehr der Recken. Es gibt keine bessere Unterhaltung zu dieser Zeit im Erzgebirge…

Was HCE-Trainer Rico Göde über das Derby denkt, lesen Sie morgen auf www.wochenendspiegel.de

Hier geht es zum Rückblick auf der letzte Derby des EHV gegen den HC Elbflorenz

Adrian Kammlodt kam aus Dresden ins Erzgebirge, liegt mit 50 Toren auf Rang drei der Torschützenliste der 2. Handball-Bundesliga.

 

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