Der EHV Aue und Gödes Gedanken

Der große Göde. HCE-Trainer Rico Göde misst überstattliche 2,07 Meter. Foto: HCE

EHV Aue erwartet den großen Göde

Von Sven Günther
Lößnitz. Den großen Goethe sollte man kennen, den großen Göde wird man am Samstag ab 17 Uhr in der Erzgebirgshalle beim Derby EHV gegen HC Elbflorenz nicht übersehen…
Mit 2,07 Metern überragt der Trainer des HC Elbflorenz viele der Spieler. Rico Göde. Der Coach. Ehemaliger Kreisläufer (u.a. Füchse Berlin, DHfK Leipzig. zwei Länderspiele). Er übernahm das Amt im April von Christian Pöhler, den er vorher als Co-Trainer unterstützte.
Jetzt erlebt Göde sein erstes Derby als Chef, sagt: “Es ist für mich und die Mannschaft vor allem eine große Freude, wieder in Aue spielen zu können. Von solchen Derbys lebt der Sport. Da ist Stimmung drin, da geht es zur Sache. Wenn ich mir sportlich etwas wünschen dürfte, wäre es, dass beide Teams relativ sorgenfrei den Klassenerhalt schaffen.”
Diesem Ziel sind die Dresdner aktuell näher, haben mit 7:7 ein ausgeglichenes Punkteverhältnis und rangieren auf Rang elf. Der EHV ist mit 4:10 Zählern Drittletzter.
Der HCE-Übungsleiter: “Wir haben nach unserer Aufholjagd gegen Emsdetten Selbstvertrauen getankt, konnten im Verlauf der Saison schon einige Zähler mehr eingesammelt als der EHV. Deshalb fahren wir mit breiter Brust ins Erzgebirge, rechnen uns natürlich Chancen aus.” Dann fügt er an: “Ich weiß aber auch, dass in diesem Spiel nicht zählt, was vorher war. Es ist ein Derby voller Leidenschaft. Jede Mannschaft will sich positionieren, will sich zeigen und beweisen, dass sie besser ist.”

In Vorbereitung auf das Spiel stand vor allem Video-Analyse auf dem Plan. Göde: “Ich habe ich mir einige Auer Partien angeschaut. Ich denke, sie hätten gern den einen oder anderen Punkt mehr. Auf der anderen Seite war und ist es aber auch nicht so einfach, zum Beispiel in Konstanz zu gewinnen. Da muss schon vieles passen.”
Beim Elbflorenzer 29:28-Heimsieg gegen Emsdetten, als das Team noch in der 40. Minute mit 15:23 hinten lag, passte vor allem die taktisches Maßnahme, die Abwehr auf eine offensive 4:2- oder 3:3-Variante mit aggressiven Spielern wie Marek Vanco, Arseniy Buschmann und Phillip Jungemann umzustellen.

Göde: “Durch unsere lange Verletztenliste, fehlen uns große, kompakte Spieler in der Defensive. So haben wir aus der Not eine Tugend gemacht.” Auch ein Mittel gegen den EHV? Göde zögert, sagt dann: “Wir fühlen uns zunächst in einer 6:0 heimisch. Aber man weiß ja nie, wie das Spiel läuft.”

Video-Analysen und ein paar Geheimtipps von Eric Meinhardt? Der Ex-EHV-Kapitän, der in der letzten Saison zum wertvollsten Spieler der 2. Liga gewählt wurde, ist inzwischen in Dresden, wo er eine Referendariatsstelle hat, spielt in der 2. Mannschaft des HCE. Göde lacht: “Nein, mit Eric spreche ich nicht über das Spiel. Er unterstützt unser Perspektivteam, würde mir ganz sicher auch keine Auer Geheimnisse verraten.”

Muss er auch nicht . Denn mit Marc Pechstein, Philip Jungemann und Mindaugas Dumcius spielen drei Ex-Auer für Dresden. Der EHV hat im Gegenzug Gabriel De Santis und Adrian Kammlodt aus Dresden geholt.
Diese Personalie und der Weggang von Meinhardt wirkt auf das Auer Spiel. De Santis und Kammlodt warfen zusammen mit Mittelaufbau Benas Petreikis 111 Tore, der HCE-Rückraum nur 92. Trainer Rico Göde: “Wir sind dafür über die Flügel erfolgreicher, haben insgesamt mehr Treffer als der EHV erzielt.”
191:187 führen die Dresdner in dieser Statistik. Ginge es nach Göde, könnte das auch am Samstag so bleiben.

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