Der EHV Aue und der bosnische Helfer

Der EHV Aue reagiert auf die Langzeitverletzung von Erik Töpfer. Der Neue ist Bosnier, kommt aus aus der ersten Bundesliga und spielte bei der WM für Katar. Jetzt hütet er mit Vilius Rasimas und Pascale Bochmann das Auer Tor. Foto: Manja Gehlert/HSG Wetzlar

EHV: So lief der Torwart-Deal!

Von Sven Günther
Lößnitz. Verstärkung für den EHV Aue. Nach der schweren Schulterverletzung von Torhüter Erik Töpfer, leiht der Verein Anadin Suljakovic (21) vom Erstligisten HSG Wetzlar aus. Er ist ein Riese, 1,96 Meter groß, 100 Kilogramm schwer!

Der Bosnier, der bei der WM für Katar spielte, wird AUCH in der kommenden Saison bei den Auern zwischen den Pfosten stehen, bekommt ein Zweitspielrecht.
Weil der Vertrag von Vilius „Willy“ Rasimas nicht verlängert wird, heiß das Torwart-Trio 2020/210 beim EHV Erik Töpfer, Anadin Suljakovic und Pascal Bochmann.

Rüdiger Jurke: „Wir freuen uns, dass es mit Anadin geklappt hat. Vielen Dank an die HSG Wetzlar und Manager Björn Seipp. Wir wollten auch der Mannschaft helfen und sie stabilisieren. Ich hoffe, dass uns dies mit der Verpflichtung gelingt.“

Dem WochenENDspiegel verriet der Manager, wie er auf den neuen Keeper gekommen ist, sagt: „Torwarttrainer Jasmin Camdzic ist ein absoluter Fachmann, durch dessen Schule Keeper wie Andreas Wolf oder der Flensburger Benjamin Buric gegangen sind. Mit Till Klimpke und Tibor Ivanisevic stehen auch aktuell Klassekeeper bei Wetzlar zwischen den Pfosten.“

Das wusste Jurke, fragte bei HSG-Chef Björn Seipp und Trainer Kai Wandschneider wegen einer Ausleihe von Anadin Suljakov an – und hatte Glück!

Die Wetzlarer planen langfristig mit dem jungen Keeper. Seipp: „Letztlich geht es um die Weiterentwicklung des Spielers zum Erstligatorhüter und diesbezüglich wird der Weg, wie bei anderen unserer Talente auch, nur über die 2. Liga führen.“

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Camdzic ergänzt: „Seine starken Leistungen in der U23 haben verdeutlich, dass er es sich verdient hat, sportlich noch intensiver gefördert zu werden, um den nächsten Schritt in seiner Karriere zu machen. Wir sind uns sicher, dass er beim EHV Aue durch professionelle, zielorientierte Arbeit sowie die nötigen Trainingsumfänge seriös gefördert und im Spielbetrieb enorm gefordert wird. Deshalb sind wir uns sicher, dass Aue der richtige Partner für Anadin und uns ist.“

Der nächste Schritt sollte allerdings erst in der neuen Saison gemacht werden. Doch Rüdiger Jurke sah sich nach der Heimniederlage gegen Fernsdorf zum Handeln gezwungen.
Der Manager: „Mir war klar, dass wir der Mannschaft helfen müssen. Pascal Bochmann ist erst 18 Jahre alt, von ihm kann man nicht erwarten, dass er uns die Klasse rettet. Vilius Rasimas ist ein guter Torhüter, kam aber mit dem Druck, der plötzlich allein auf ihm lag, nicht zurecht. Und Radek Musil ist eigentlich unser Torwart-Trainer, als Spieler kann er nur eine Notlösung sein.“

Deshalb griff Jurke am Montag erneut zum Telefon, wählte die Nummer mit der Wetzlarer Vorwahl – und bekam grünes Licht! Der Wechsel von Anadin Suljakovic wird sofort vollzogen, sodass er schon beim nächsten Heimspiel gegen Krefeld am 23. Februar in der Erzgebirgshalle auflaufen kann.

Jurke: „Er ist ein sehr guter Torhüter und ich hoffe, er kann uns helfen. Wir wissen aber auch, dass er erst 21-Jahre alt ist. Die Mannschaft ist in der Pflicht, den Jungen mit 100 Prozent Leistung und Leidenschaft zu unterstützen. Und auch die beiden anderen Torhüter müssen bereit sein, uns mit starken Leistungen die Klasse zu sichern!“

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