Der EHV und zwei wichtige Signale

Vor dem Derby gegen den Dessau-Roßlauer HV 06 am 13. Februar (17 Uhr) verlängern beim EHV Aue zwei Leistungsträger ihre Verträge: Adrian Kammlodt und Sveinbjörn Petursson. Foto: Manja Gehlert/sport-concepte Bad Schlema, EHV Aue

Zwei Unterschriften für die Zukunft

Von Sven Günther
Lößnitz. Das Beste kommt zum Anfang! In dieser Woche verlängerten Rückraumspieler Adrian Kammlodt und Torwart Sveinbjörn Petursson ihre Verträge beim EHV Aue, spielen ein weiteres Jahr bei den Erzgebirgern in der 2. Handball-Bundesliga.
Manager Rüdiger Jurke: „Wir freuen uns, dass Adrian bei uns verlängert hat, da er sicher auch andere Angebote hatte. Er ist für uns enorm wichtig – besonders für unser Angriffsspiel.“ Über die Vertragsverlängerung des Keepers sagt er: „„Sveinbjörn spielt eine gute Saison. Daher war es logisch, mit ihm zu verlängern. Wir freuen uns, dass er das auch so sieht. Mit ihm, Nachwuchstalent Pascal Bochmann und Rückkehrer Erik Töpfer sind wir für die Zukunft auf der Torhüterposition sehr gut aufgestellt.“

Wie wichtig die Beiden für den Verein sind, zeigten sie bei der knappen 25:28-Niederlage in Gummersbach, dem Liga-Krösus und Aufstiegsaspiranten. Elf Tore warf Kammlodt, zehn Paraden zeigte Petursson. Dazu kam ein starker Bengt Bornhorn, der sieben Treffer beisteuerte.
Dass es nicht zu einem möglichen Sieg reichte, lag vor allen daran, dass von der halbrechten Aufbauposition zu wenig kam. Trainer Runar Sigtryggson: „Wir hatten auf unserer rechten Seite viele Fehlwürfe und haben nicht von allen Positionen aus Gefahr ausgestrahlt. Am Ende hat auch unsere Abwehr nachgelassen und die bessere Mannschaft hat gewonnen.“

Die bessere Mannschaft. Die sollte im Heimspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV 06 der EHV Aue sein. Schon unmittelbar nach der Niederlage in Gummersbach sagt Rüdiger Jurke: „Dieses Derby ist viel wichtiger. Da müssen wir einen Sieg einfahren.“ Im Gespräch mit dem WochenENDspiegel warnte er vor dem Gegner. „Dessau hat viele Spieler im Kader, die in Magdeburg, bei den Füchsen Berlin oder in Leipzig ausgebildet wurden. Da ist echt Qualität im Kader.“
Linksaußen Jakub Hrstka liegt mit 94 Treffern auf Rang 2 der Zweitliga-Torschützenliste, Keeper Philip Ambrosius mit 149 Pardaden auf Rang vier. Die Ergebnisse untermauern die Warnung des Managers. Aus 15 Begegnungen holten die Dessauer 15 Punkte. Im letzten Spiel schlug die Mannschaft Bietigheim Bissingen mit 39:26.

Allerdings war das schon am 27. Dezember. Ein Problem, das auch Gästetrainer Uwe Jungandreas sieht: „Ich glaube schon, dass dies im Moment nicht ganz unproblematisch ist. Fakt ist, mit dieser Situation aus dem Spielrhythmus zu kommen, sind dieses Jahr alle Mannschaften konfrontiert. Wir sind jetzt das erste Mal davon betroffen, was aus meiner Sicht kein Vorteil ist. Für mich ist jetzt schon sichtbar, dass wir uns durch das eingeschränkte Training im Januar erst wieder eine Wettkampfhärte erarbeiten müssen. Den Weg aus dem Trainingsmodus in den Wettkampfmodus zu finden, wird der große Punkt bis zum Wochenende sein.“

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Dem WochenENDspiegel gab er folgendes Interview

Ist das Spiel gegen den EHV Aue für sie als alten Freiberger etwas ganz Besonderes?
Uwe Jungandreas:
Für mich ist es nichts Besonderes, nur weil ich mal zehn Jahre in Freiberg gewohnt und gearbeitet habe, sondern eher aus dem Grund, dass es ein Derby ist. Derbys haben immer einen besonderen Charakter, den sie auch in den jetzigen Zeiten nicht verloren haben. Wir haben uns gerade in dieser Saison in den Derbys noch nicht mit Ruhm bekleckert. Deswegen ist es für mich ein ganz wichtiges Spiel.

Hat es sie je gereizt, den EHV zu trainieren? Gab es Kontakte?
Uwe Jungandreas:
Der EHV Aue ist ein interessanter Verein und ich bewundere, wie das dortige Management unter Rüdiger Jurke über Jahre hinweg geführt wird. In ganz schwierigen Situationen werden immer wieder Auswege gefunden und das in einer Stadt wie Aue mit 17.000 Einwohnern und Zweitliga-Fußball. Sie sind immer in der Lage, eine Zweitliga taugliche Handballmannschaft auf die Beine zustellen. Dazu bewundere ich immer wieder, mit wie viel Herz in Aue gearbeitet wird. Kontakte zu dem Verein aus Aue gibt es. Ich bin mit Rüdiger Jurke befreundet und wir telefonieren auch immer regelmäßig miteinander.

Wie schätzen Sie den EHV Aue ein, was sind aus Ihrer Sicht die Schlüssel zum Sieg?
Uwe Jungandreas:
Die Mannschaft des EHV Aue ist eine sehr erfahrene und eine zum Großteil lange eingespielte Mannschaft. Außerdem besitzen sie eine sehr hohe Kampfkraft und eine sehr kompakte, harte Abwehr mit guten Torhütern dahinter. Zudem ist ihr Positionsspiel sehr variabel.

Gibt es in Ihrem Team verletzte Spieler, die am Samstag fehlen werden?
Uwe Jungandreas: Am Samstag wird definitiv Daniel Schmidt fehlen, der noch an den Folgen seiner Erkrankung leidet. Ansonsten gehe ich zum jetzigen Stand davon, dass alle anderen Spieler dabei sein werden.

Uwe Jungandreas. Foto: Marian Storch

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