Der Kerl hat einen riesigen Vogel

Hans-Peter Herrmann mit seinem Weißkopfseeadler „Lakota“ Foto: privat

Hoffnung auf baldigen Flugbetrieb

Von Sven Günther
Plauen. Über den Satz: „Der Kerl hat ja einen riesigen Vogel!“, kann Hans-Peter Herrmann nur lächeln. „Mehrere“, antwortet er. „Und auch richtig große!“
Der 38-Jährige ist Chef der Falknerei und des Naturerlebniszentrums Plauen und erklärt: „Wir betreuen bei uns etwa 50 Greifvögel. Adler, Eulen, Falken, Bussarde, Geier. Wir haben die größte Anlage in den neuen Bundesländern, kümmern uns um drei Hektar Land.“
Wir, das sind Herrmann und vier Angestellte. Der Falkner: „Wir betreuen die Vögel, haben eine Zucht- und eine Auswilderungs-Station. Dazu betreiben wir das Naturerlebniszentrum, in dem man viel Wissenswertes über Flora und Fauna erfährt. Das alles in Schuss zu halten, macht eine Menge Arbeit. Nicht zuletzt sind wir ja auch für die Besucher da.“
Die kommen nicht zu knapp. Im Durchschnitt besuchen mehrere 10.000 Gäste in den sieben Monaten der Öffnung die Falknerei, die im letzten Jahr für 500.000 Euro modernisiert worden ist. Der Eintritt kostet neun Euro, mit einer Famlienkarte (drei Kinder) 24 Euro. Herrmann: „Speziell für Alleinerziehnde haben wir eine kleine Familienkarte für 15 Euro eingeführt.“
Er hofft, dass auf seinem Areal bald wieder Flugbetrieb herrscht, erklärt: „Wir planen, am 27. März zu öffenen. Leider wissen wir noch nicht, mit welchen Auflagen das verbunden sein wird. In jedem Fall sind uns einige Einnahmen weggebrochen, die wir durch unseren Weihnachtsmarkt und die ‚Nacht der Eulen‘ generiert hätten. Das versuchen wir jetzt übers Jahr wieder auszugleichen.“
Mit der Falknerei und dem Naturerlebniszentrum geht für Herrmann ein Traum in Erfüllung. Schon als kleiner Junge war er von Greifvögeln fasziniert, malte als ABC-Schütze die Tiere ab und verkaufte die Bilder. Am 1. April 2012 begann er mit der Falknerei im Nebenerwerb, seit dem 1. April 2014 ist er hauptberuflich tätig.
Herrmann lacht: „Man kann sagen, dass ich schon immer einen Vogel hatte…“

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