Der Tierpark wird größer, bunter und sicherer

Er gehört für Freiberger Familien und Gäste der Stadt mit zu den beliebtesten Plätzen der Silberstadt: der Freiberger Tierpark. Kaum sind ein paar Sonnenstrahlen unterwegs, zieht es Groß und Klein in den Tierpark. Am Wochenende sind die Gehege dicht umlagert. Deren Bewohner lassen sich von dem Trubel allerding nur wenig stören. In der familienfreundlichen Anlage nahe der Altstadt sind die Besucher an sieben Tagen der Woche kostenlos mittendrin statt nur dabei. Und damit das so bleibt, soll der Tierpark noch attraktiver werden, wofür er in diesem Jahr an vielen Ecken zur Baustelle wird: Er wird größer, bunter und zugleich sicherer.
Größer wird der Tierpark durch den ehemaligen Rosengarten, der bisher vor der Anlage lag. Dieser soll nun komplett integriert werden. Tierparkchef Peter Heinrich freut sich riesig, dass dank großzügiger Spenden hier eine Alpaka- und Nandu-Anlage entstehen kann. „Alpakas haben ein sehr kuschliges Fell, riesige Kulleraugen und gehören zu den kleinen Stars in jedem Tierpark“, ist er voller Vorfreude. Nandus wie auch Alpakas kommen aus Südamerika und sind sehr anpassungsfähige Tiere. Sie vertragen den mitteleuropäischen Winter und bei entsprechender Gehegegröße sind sie auch untereinander gut verträglich. „Während das Alpaka gern als Haustier gehalten wird, zählt der Nandu zu den geschützten Tieren. Somit leistet der Tierpark auch einen weiteren Beitrag zum Artenschutz“, erklärt Heinrich.
Das Gehege der Kameltiere und Laufvögel muss selbstverständlich eingezäunt werden. Dadurch entfällt der zweite Zugang von der Chemnitzer Straße zum Tierpark, der gern als Abkürzung in die Altstadt genutzt worden ist. Der Haupteingang der Anlage bleibt nach wie vor der Zugang von der Chemnitzer Straße über den Parkplatz. Er wird eine neue Toranlage erhalten. Zudem gibt es die Eingänge von der Goethe- und der Lessingstraße.
Es ist geplant, den Zuweg zur neuen Anlage zu asphaltierten und die Fußgängerbrücke über den Ententeich durch eine neue zu ersetzen.
Außerdem wird die Treppe, welche vom Gehweg der Chemnitzer Straße in den ehemaligen Rosengarten führt, beseitigt und durch eine gestaltete Grünfläche ersetzt. Dies geschieht auch aus Gründen der Verkehrssicherheit. Denn es gab in diesem Bereich wiederholt gefährliche Situationen im Straßenverkehr beim Überqueren der in diesem Bereich dreispurigen Fahrbahn der Bundesstraße B 173.
Das sichere Überqueren der Straße ist in diesem Bereich an der nur etwa 35 Meter entfernten Lichtsignalanlage möglich.
„Unsere Tiere werden von den Bauarbeiten nicht beeinflusst“, verspricht Tierparkleiter Heinrich. Er erwartet auch in diesem Jahr wieder Nachwuchs bei den Zwergziegen und beim Damwild sowie den gefiederten Exoten in den Vogelvolieren. Rosenköpfchen und Wellensittiche haben hier schon angefangen zu brüten, bei den Amazonen-Papageien wird es wohl bald losgehen. „Und zu Ostern wird es selbstverständlich auch das von den Kindern so beliebte Kükenheim wieder geben“, stellt er für April in Aussicht.
Doch nicht nur tierischer Nachwuchs wird mehr Leben in den Park bringen, sondern auch gefiederter Zuzug. „Von anderen Zoos erhalten wir Enten und Gänse“, freut sich Heinrich.
Gestartet wird in die neue Tierparksaison auch 2019 traditionell mit einem Osterfest, zu dem der Tierpark Förderverein am 21. April einlädt und dafür einige Überraschungen vorbereitet hat. Aber zuvor wird die Anlage frühlingsfein gemacht – zum Frühjahrsputz der Stadt Freiberg am Sonnabend, 13. April. Ab 9 Uhr werden die fleißigen Helfer dazu im Tierpark erwartet.
Hier noch ein kleiner Rundgang durch die beliebte Anlage. Fotos: Constanze Lenk

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