Der Tod eines Riesen

 

Eine Knicksprengung sorget für das Ende des 80 Meter hohen Riesen. Foto: Uwe Wolf

Eine Knicksprengung sorgte für das Ende des 80 Meter hohen Riesen. Foto: Uwe Wolf

Rochsburg/Lunzenau. Es war nur ein dumpfer, lauter Knall, der dem 80 Meter hohen Schornstein der ehemaligen Papierfabrik Rochsburg heute das Ende bereitete. Erst nur etwas Qualm, Bruchteile von Sekunden geschah nichts. Dann begann sich der Riese seitlich zu neigen. Schließlich brach er am oberen Ende. Ein Gemisch an Qualm und Ruß strömte aus. Der Schornstein neigte sich zu Boden brach und ende schließlich als riesiger Haufen Schutt.

Applaus von hunderten Zuschauern, die aus sicherer Entfernung das Spektakel live verfolgten. Mittels Knicksprengung fiel die esse genau in die vorher berechnete Position.

Der Abbruch der ehemaligen Papierfabrik begann im April. Das Werkstattgebäude nebst Trafohaus sind schon dem Erdboden gleich gemacht. Nun gilt es aufzuräumen. Abbruchmaterial, das belastet ist, wird ordnungsgemäß entsorgt. Alles, was wieder verwendet werden kann, wird geschreddert und dazu genutzt, die entstandenen Abbruchgruben aufzufüllen.

Der Abriss der Fabrik kostet rund 400.000 Euro. Der Freistaat fördert die Maßnahme mit 90 Prozent. Zehn Prozent der Kosten trägt die Stadt Lunzenau. Die Fläche soll renaturiert werden. Geplant ist ein kleines Waldstück. Die Rochsburger Papierfabrik stellte bis Ende 1991 unter anderem Kartonagen, Rauhfasertapete und Pappen her. Seither standen die Gebäude leer. uw

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