Der wars!

Schiedsrichter Sören Storks spielte eine sehr unglückliche Rolle. Foto: Alexander Gerber

Ob er gut geschlafen hat? Ruhig? Unschuldig? Sören Storks aus Ramsdorf bei Borken bei Münster ist ein junger Mann mit smarten Lächeln, ein Schwiegermuttertyp. In diesem Jahr wird er 30 Jahre alt. 1,90 m groß, 89 Kilo schwer. Hauptberuf: Zimmermann mit Meisterbrief. Zuständig für die Planung von Baustellen. Seine Hobbys: Schwimmen, Joggen, Freunde treffen, Reisen.

Am Sonntag erlebte er mit seinen Assistenten Norbert Grudzinski (Hamburg) und Dominik Jolk (Bergisch Gladbach) den Tiefpunkt der Schiedsrichter-Karriere. Ein klares Tor nicht anerkannt. Einen klaren Handelfmeter nicht gepfiffen. Einen klaren Foulelfmeter nicht gepfiffen. Drei Fehlentscheidungen. Drei Entscheidungen gegen den FC Erzgebirge Aue. Note vom Fachmagazin Kicker: 5,5! Unterirdisch!

Natürlich. Stroks ist ein Mensch. Menschen machen Fehler und er hatte keinen Videobeweis. Der junge Mann ist ein Aufsteiger aus Liga zwei, der in diesem Jahr erstmals in der 1. Fußball-Bundesliga pfeifen darf, das bislang in neuen Begegnungen ordentlich gemacht hat. Durchschnittsnote im Kicker: 2,89.UND: In der Regel machen Spieler mehr Fehler als Schiedsrichter, treffen aus elf Metern ein 7,32 Meter breites und 2,44 Meter hohes Tor nicht, lassen sacht rollende Bälle durch die Beine ins Netz trudeln, schlagen, im Anschluss stürzend, an ihnen vorbei, dilettieren auf mannigfaltige Art und Weise.

Trotzdem: Wenn schon das Tor wegen schlechter Sicht des Assistenten (gegenüberliegende Seite, hinter dem Spieler auf der Linie) und der zentralen Position des Schiedsrichters nicht glasklar zu erkennen war, die beiden strafbaren Handlungen im 16-Meter-Raum hätte geahndet werden müssen! Schließlich sind auch die Schiedsrichter Profis, bekommen zwischen 50.000 und 75.000 Euro Jahrsgehalt + 3800 Euro Einsatzprämie pro Spiel.

Sören Storks sagt im DFB-TV: „Für mich war es immer schlimmer, wenn ich von Leuten auf kleinen Sportplätzen angefeindet wurde, wo man die Leute direkt gesehen hat. Schlimmer, als von 30.000, 40.000 oder 50.000 Zuschauer in einem großem Stadion ausgepfiffen zu werden.“ Und: „Geil ist es, wenn man nach dem Spiel sagen kann: Heute hast Du eine richtig runde Leistung gebracht und keiner will etwas von einem. Dann weiß Du: Ja, ich bin angekommen. Das hat funktioniert.“
Nein, Sören Storks wird nicht ruhig geschlafen haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Aue – Urgesteine am Fanstammtisch zu Gast Der Fanstammtisch der Wismut-Kumpels Sachsen-Thüringen mit René Klingbail (3.v.r.) und Klaus Zink (6.v.r.). Foto: Olaf Seifert Mit Klaus Zink und ...
FCE: Louis Samson ist ein Veilchen Louis Samson mit FCE-Präsident Helge Leonhardt. Der Mittelfeldspieler kommt von Schalke 04 zum FCE. Foto: FCE Samson spielt wieder für den FCE Aue....
Bescherung im Erzgebirgsstadion – Union geht... Dreimal durften die Auer heute ein Tor von Pascal Testroet bejubeln. Foto: Birgit Hiemer Ein Sieg gegen Union Berlin - für viele FCE-Fans wäre die...
Ein Punkt gewonnen, zwei verloren Richtig starke Minuten hatten die Veilchen kurz vor der Halbzeit. Leider konnten sie dies nicht in Tore umsetzen. Gästetorhüter Heuer Fernandes hielt...
FCE bleibt Kumpelverein Uwe Leonhardt, Gerd Schädlich und Helge Leonhardt bei der Mitgliederversammlung. Der Kulttrainer wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Foto: Olaf Seifert ...
Gewinnspiele
Facebook
Facebook By Weblizar Powered By Weblizar