Deutlich höherer Bedarf an Arbeitskräften

 

Gute Stimmung am Arbeitsmarkt. Foto: André Kaiser (Archiv)

Annaberg-Buchholz. Etwa 7.600 Frauen und Männer sind derzeit im Erzgebirgskreis noch ohne Job, 260 weniger als noch im Vormonat. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent (-0,2 Prozent zum Vormonat). Ein gutes Signal am Arbeitsmarkt, zumal Unternehmen gleichzeitig einen höheren Arbeitskräfte-Bedarf melden. Entsprechend optimistisch kommentierte Sven Schulze die aktuellen Zahlen.

Der Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz: „Mehr als 500 Personen konnten eine neue Beschäftigung aufnehmen. Damit hält die positive Entwicklung der vergangenen Wochen an. Ein deutlicher Aufschwung ist bei den Stellenmeldungen zu sehen. Circa 600 neue Stellen wurden der Arbeitsagentur im Juni gemeldet. Das sind über 200 Stellen mehr als noch vor einem Jahr. Wo damals noch starke Unsicherheiten bestanden, ist nun Zuversicht spürbar. Die Unternehmen stellen wieder mehr Personal ein und sind auf der Suche nach Arbeitskräften. Wir haben aktuell mehr als 2.800 freie Stellen für das Erzgebirge gemeldet – und das in nahezu allen Branchen“. Hauptsächlich würden Arbeitskräfte in der Zeitarbeit (191 Stellen) sowie im Verarbeitenden Gewerbe (115) gesucht. Aber auch im Gesundheits- und Sozialwesen (51), im Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (47) und dem Gastgewerbe (45) seien zahlreiche Stellen frei. Um den Einstieg in Arbeit und Ausbildung zu unterstützen, biete die Arbeitsagentur unter anderem passgenaue Qualifizierungen, so Schulze. Arbeitgeber könnten sich bei Personal- und Qualifizierungsbedarfen beim Arbeitgeber-Service melden.

Blick in die Regionen
Der Rückgang der Arbeitslosigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch alle Regionen. Im Ranking der einzelnen Geschäftsstellen bleibt Zschopau mit einer Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent an der Spitze, dicht gefolgt von Stollberg (3,9 Prozent). Marienberg folgt mit 4,2 Prozent auf Platz 3 vor Annaberg-Buchholz (4,8 Prozent) und Schwarzenberg (4,9 Prozent). Das Schlusslicht bildet weiterhin die Geschäftsstelle Aue mit einer Quote von 5,3 Prozent.

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