Die Bahn schlägt Brücken: offizielle Übergabe der neuen Eisenbahnbrücke in Ottendorf

Die neue stählerne Einfeldbrücke ersetzt nun das alte Bauwerk. Die Farbgebung haben die Ottendorfer Bürger selbst ausgesucht

Die neue stählerne Einfeldbrücke ersetzt nun das alte Bauwerk. Die Farbgebung haben die Ottendorfer Bürger selbst ausgesucht. Foto: Roman Pfüller

Lichtenau/Ottendorf. Mitte November 2015 wurde die neugebaute Eisenbahnbrücke in Ottendorf nun offiziell mit einem Festakt übergeben. Der Neubau war jedoch bereits Anfang Oktober 2015 in Betrieb genommen worden.
Die ARGE unter Leitung der DB Netz AG versammelte Mitarbeiter der beteiligten Firmen und die Einwohner Ottendorfs zu einer kleinen Feierstunde. Die recht zahlreichen Gäste sollten so auch nochmals ein Dankeschön für Ihre Geduld erhalten.
„Die Belastung für die Ottendorfer war schon enorm,“ sagte Steffen Burkhardt von der DB Netz AG. „Der Schmutz, Baulärm und die Logistik, die Umwege durch die Straßensperrung und dann noch die Doppelbelastung durch den Brückenneubau an der S 200, der Mittweidaer Straße, waren wirklich heftig. Wir sind überaus dankbar, dass die Ottendorfer so geduldig und kooperativ waren.“
Das Viadukt an der Bahnstrecke Chemnitz – Mittweida wurde komplett zurückgebaut. Eine neue sogenannte Einfeldbrücke ersetzt nun das alte Bauwerk. Die abgerissene Brücke wurde zerkleinert und das Recyclingmaterial zum Großteil wieder verbaut. Die beiden äußeren Widerlager des alten Viadukts wurden erhalten und saniert. Sie dienen nun auch für die neue Einfeldbrücke als Auflageflächen.
„Die Farbgebung haben sich die Ottendorfer selbst ausgesucht“, erklärt Steffen Burkhardt von der DB Netz AG. „Es standen vier Farbtöne zur Auswahl, und die Bürger hier haben sich für das Dunkelgrün entschieden.“

Zahlreiche Gäste waren zur Einweihungsfeier der neuen Ottendorfer Bahnbrücke erschienen. Mitwirkende und Anwohner feierten gemeinsam die offizielle Eröffnung der Brücke. Foto: Roman Pfüller

Zahlreiche Gäste waren zur Einweihungsfeier der neuen Ottendorfer Bahnbrücke erschienen. Mitwirkende und Anwohner feierten gemeinsam die offizielle Eröffnung der Brücke. Foto: Roman Pfüller

Auf einer Länge von 70 Metern überspannte seit Mitte des 19. Jahrhunderts überspannte ein Sandstein-Viadukt das Ottendorfer Tal. Schon 1955 wurde der witterungsanfällige Bau mit einem Betonmantel geschützt, der im Lauf der Jahre jedoch ebenfalls durch Wind und Wetter zerstört worden war. Die Züge durften daher die alte Brücke nur in vergleichsweise langsamer Fahrt passieren.
Es wurden mehrere Varianten geprüft, das Viadukt zu sanieren und zu erhalten. Die Ergebnisse waren jedoch alle negativ. Eine Anpassung an die heutigen Anforderungen war durch eine Sanierung einfach nicht möglich. Daher wurde der Viadukt abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Im Juni 2015 begann dann der Rückbau des alten Viaduktes.

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