Die makellose Meister-Mannschaft

Alisa Pester (links) und Pia Adam stoppen eine Buxtehuder Spielerin. Im Tor: Nele Kurzke. Foto: Mario Unger

BSV: Jetzt kommt der Meister

Zwickau. Der BSV Sachsen Zwickau empfängt am Mittwoch (15. September) die makelose Meister-Mannschaft von Borussia Dortmund. Mit 60:0 Punkte erreichte das Team aus unserer Partnerstadt ein herausragendes Ergebnis. Auch in dieser Saison gab es zwei Siege mit einer Tordifferenz von +18! Anwurf zu diesem Handball-Highlight ist 19.30 Uhr in der Sporthalle Neuplanitz.

In Geschichte der letzten zehn Aufeinandertreffen der beiden Teams, die in der Saison 2010/11 in der 2.Liga begann, weist eine ausgeglichene Bilanz von je 5 Siegen und Niederlagen auf. Dabei reicht der letzte Erfolg des BSV Sachsen Zwickau in die Saison 2014/15 zurück. Damals gewann Zwickau mit 25:21 sein Auswärtsspiel in Dortmund, was auch gleichzeitig das letzte Duell war. Am Ende der Saison 2014/15 stieg der BVB zum 3.mal in die 1.Liga auf.

Die Wahrscheinlichkeit, das der BSV punktet, ist gering, das Spiel gegen den Meister aber ein sportlicher Höhepunkt.

Der Start in die Saison verlief für den Aufsteiger aus Zwickau holprig. Am Samstag musste sich das Team von Trainer Norman Rentsch vor 350 Zuschauern mit 25:32 (12:17) beim Buxtehuder SV geschlagen geben. Über weite Strecken des Spiels, besonders in der zweiten Hälfte, zeigte das Team von Norman Rentsch verbesserte Leistungen als bei der klaren – Auftaktniederlage vor einer Woche gegen Halle-Neustadt.
Da gab es gar nichts zu holen. Der BSV Sachsen Zwickau musste sich bei seiner Rückkehr ins Oberhaus der Frauen-Bundesliga den Gästen aus Sachsen-Anhalt mit 20:36 (8:19) geschlagen geben und seine Nervosität dabei nie ablegen. Fehlwürfe und technische Fehler in einer nicht für möglich gehaltenen Vielzahl waren ein klarer Beweis dafür. Diese Fehlerquellen waren auch die Basis für die 8:3 Führung der „Wildcats“, nach 11 Minuten.

In Buxtehude sah es besser aus!

Die Gastgeberinnen, für die es der Saisonauftakt war, fanden etwas schwer ins Spiel. Dazu hatte sicher auch das couragierte Auftreten der Gäste beigetragen. Sachsen Zwickau führte im Duell der „BSV-Teams“ 2:0, 3:1 und hielten so das Geschehen bis zum 7:7 (13.) offen. Buxtehude fand dann zu ihrem Spiel und ging mit einem 17:12 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel hatten wieder die Zwickauerinnen den besseren Start und knapperte am Vorsprung Tor um Tor ab. Über 19:14, 20:17, 22:20 waren die Muldenstädterinnen mit diesem Zwischenspurt wieder in Reichweite der Gastgeberinnen. Als dann in der 47.Min der Ausgleich zum 22:22 gelang, schien eine Wende möglich. Diese Spielphase fasste Trainer Dirk Leun später trocken zusammen: „Wir hatten viele gute Phasen, aber auch eine 20-minütige schlechte Phase.“

Nach diesem Kraftakt der Gäste wollten sie natürlich die Gunst der Stunde nutzen und das Spiel drehen. Doch leider unterliefen ihnen dabei Ballverluste durch einfache technische Fehler, die von „Buxte“ kaltschnäuzig genutzt wurden. So lagen sie nach wenigen Minuten erneu 28:23 vorn. Zwickau stemmte sich zwar dagegen, allerdings ohne Erfolg. Beim 30:24(57.) war die Begegnung leider entschieden.

Trainer Norman Rentsch fasste es so zusammen: „Wir waren beim 22:22 wieder komplett im Spiel und müssen es lernen, in solchen Phasen cooler zu bleiben. Aber insgesamt war es, gegenüber Halle, ein deutlicher Schritt nach vorn.“ Jetzt, gegen den BVB, hat man nichts zu verlieren…

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