Die Maschinerei läuft

Nicht nur im Maschinenbau Ostdeutschlands läuft es rund, sondern auch die Unternehmen im Landkreis Zwickau spüren eine positive Entwicklung. Foto: VDMA

Nicht nur im Maschinenbau Ostdeutschlands läuft es rund, sondern auch die Unternehmen im Landkreis Zwickau spüren eine positive Entwicklung. Foto: VDMA

Region. Der Maschinen- und Anlagenbau gehört traditionell ebenso zur Region wie die Textilindustrie. Nicht nur diese benötigt seit eh und je Anlagen und Maschinen, sondern auch die Automobilindustrie, die durch VW in Mosel eindrucksvoll den Landkreis dominiert. Viele Maschinenbaufirmen sind mit dem Autobauer geschäftlich verbunden.

Der Branche selbst soll es in Ostdeutschland derzeit sehr gut gehen. So jedenfalls informierte der VDMA-Landesverbandes Ost in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der Verband teilte mit: „Der ostdeutsche Maschinen- und Anlagenbau schaut auf einen freundlichen Herbstbeginn mit steigender Kapazitätsauslastung, stabiler Auftragslage und wachsender Umsatzrendite. Auch die Geschäftsaussichten bis zum Jahresende beurteilen die Unternehmen überwiegend als gut.“

Das ergab die Konjunkturumfrage für das dritte Quartal 2015 unter den 350 Mitgliedern des Verbandes. „Fast 82 Prozent der Unternehmen bewerteten ihre grundsätzliche Geschäftslage als eher gut oder sehr gut. Das sind 4 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2015 und macht Hoffnung auf den lang ersehnten Wachstumsschub“, sagt Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost.

Grund genug für den WochenENDspiegel, Unternehmen im Territorium zu befragen, ob sie diese Entwicklungsaussagen teilen oder eher nicht. Zu den Maschinen- und Anlagenbauern in der Region gehört die Nötzold Maschinenbau GmbH & Co. KG in Limbach-Oberfrohna mit 14 Mitarbeitern. Ein wichtiger Schwerpunkt derFirma ist neben der CNC-Fertigung der Bau von Vorrichtungen und Sondergeräten. „Wir haben gut zu tun. Es ist nicht so, dass es übermäßig viel ist aber wir blicken auf ein ordentliches Tagesgeschäft“, sagte Geschäftsführer Dipl.-Ing. Reinhard Nötzold. „Es ist ein ordentliches Geschäft und wir blicken optimistisch in die Zukunft.“ Er sei nicht pessimistisch, weil das sowieso nichts bringt, schaue aber auch nicht mit der rosaroten Brille in die Zukunft, sondern versuche alles real zu sehen und einzuschätzen.

Mit Sorge beobachtet Nötzold die Entwicklung bei VW. Die Folgen des sogenannten Abgasskandals nicht noch nicht abschätzbar. „Man muss versuchen, eventuelle Ausfälle mit anderen Sachen zu kompensieren“, so der Firmenchef. „Natürlich ist das nicht einfach. Da muss man auch mal bereit sein zu geringeren Margen.“

Im Gewerbegebiet „Am Auersberg“ in St. Egidien ist die Firma MACTEC Maschinenbau GmbH. Das Unternehmen fertigt Individuelle Sondermaschinen für Folienschweiß- und Wickeltechnik. „Die Einschätzung des VDMA-Landesverbandes Ost betrifft mehr die großen Unternehmen der Branche“, sagte Geschäftsführer Günther Rumes. „Die Auftragslage ist stabil geblieben. Grund zur Euphorie besteht aber nicht. Wir sehen als positiv an, wenn bei uns alles stabil bleibt. Alles andere ist Kaffeesatzleserei und bringt niemanden etwas.“

Auf über 170 Jahre Tradition im Maschinenbau kann die RUCKS Maschinenbau GmbH in Glauchau zurückblicken. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Einzelfertigung kundenspezifischer Pressen-Systeme und Sonderanlagen für vielfältigste Anwendungen. Das Produktionsspektrum erstreckt sich von kleinen Laborpressen bis hin zu komplexen Produktionsanlagen. Dabei deckt RUCKS die gesamte Wertschöpfungskette, von der Konstruktion über Fertigung und Inbetriebnahme bis hin zum Service ab. „Es gab im Sommer eine Phase wo es weniger Aufträge gab“, erklärte Andreas Müller, Assistent der Geschäftsleitung. „Jetzt merken wir, dass die Auftragslage anzieht. So wie unsere Firma läuft, blicken wir optimistisch in die Zukunft. uw

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