Die Wölfe sind zurück in Chemnitz

Insgesamt zehn Wölfe stehen vor dem Marx-Monument. Fotos: Cindy Haase

Chemnitz. Tierisch was los in Chemnitz: Vor dem Marx-Monument in Chemnitz sind am heutigen Donnerstag die Wölfe los. Der Brandenburger Künstler Rainer Opolka hat zehn riesige Bronzewölfe aufstellen lassen. Fünf zeigen den Hitlergruß, andere stehen am Rand und sind nur Mitläufer. Mit dieser Aktion will der Künstler gegen zunehmenden Hass und gegen Gewalt protestieren.

Künstler Rainer Opolka.

“Sie stehen hier nicht nur gegen Neonazis sondern allgemein gegen Hass und Gewalt”, betonte Rainer Opolka vor Ort. “Es richtet sich auch in keinster Weise gegen die Stadt Chemnitz oder die Chemnitzer”, so der Künstler weiter. Er beobachte mit Sorgen einen zunehmenden Neonazi-Tourismus, der von Stadt zu Stadt ziehe. Von Chemnitz spricht Opolka als einer wunderbaren und produktiven Stadt.

Auf die Idee mit den Wölfen kam der Brandenburger vor dreieinhalb Jahren, “als in Deutschland zu Hauf Asylbewerberheime brannten”. Die erste Veranstaltung fand in Dresden vor der Semperoper statt. Umrahmt werden die riesigen Bronzewölfe von überdimensionalen Schildern auf denen Sprüche wie “Wo gehetzt wird, wird später auch getreten!” oder “Herr Maaßen und Herr Seehofer: Rechtsradikalismus ist die Mutter aller Probleme” stehen. Rechtsradikale wie Björn Höcke würden sich gern als “Wölfe” bezeichnen, nimmt er Bezug auf aktuelle Ereignisse.  Schon in der Nazizeit wurde der Wolf gern als Symbol verwendet. “Dabei kann der arme Wolf eigentlich gar nicht dafür”, weiß Opolka.

Während Opolkas Aktion in Dresden, Berlin und Potsdam besuchten rund 250.000 Menschen die Wölfe. Noch bis heute 19:30 Uhr können sie in Chemnitz bestaunt werden.

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