Diese Politiker geben zu: Wir sind JA-Sager!

Sie haben JA gesagt. JA zur Organspende. JA zum Leben retten nach dem Tod. Auf www.wochenendspiegel.de erklären Bundestags- und Landtagsabgeordnete aller Parteien, aus welchen Gründe sie sich entschlossen haben, ihre Organe zu spenden. Fotos: wikipedia/CDU/SPD/LINKE/GRÜNE/AfD/FDP

Spender oder Nichtspender? Wir stellten die Gewissensfrage!

Von Sven Günther
Region. Sie haben JA gesagt. JA zur Organspende. JA zum Leben retten nach dem Tod. Auf www.wochenendspiegel.de erklären Bundestags- und Landtagsabgeordnete aller Parteien, aus welchen Gründe sie sich entschlossen haben, nach dem Tod Organe zu spenden.
Aber auch die Politiker, sich dagegen entschieden haben, kommen zu Wort, erklären ihre Entscheidung.

Hier erfahren Sie, wie die Bundestagsabgeordneten bei der Gesetzesvorlage zur Organspende abgestimmt haben.

Hier beantwortet ein Fachmann die wichtigsten Fragen zum Thema

Die JA-Sager

Frank Heinrich (CDU, MdB):


JA! Ich habe schon seit vielen Jahren einen Organspender-Ausweis, musste ihn sogar schon einmal erneuern, weil er zerschlissen war. Für die Organspende habe ich mich entschieden, weil ich damit Menschen helfen kann, Leben retten kann.

Thomas Thumm (AfD, MdL):


JA! Ich habe einen Organspende-Ausweis seit 2014

Ines Springer (CDU, MdL):


JA! Ich besitze einen

Yvonne Magwas (CDU, MdB):


JA! Ich habe bereits seit mehreren Jahren einen Organspendeausweis. Ist für mich selbstverständlich um ggf. anderen Menschen zu helfen.

Christopher Hahn (AfD, MdL):


JA! Mein Organspender-Ausweis liegt ausgefüllt bei meiner Patientenverfügung und würde zum Einsatz kommen, wenn die Zeit dafür da ist!
Ich bin für einen Organspende-Ausweis, sehe dieses auch als sehr wichtig an, nur müsste die Kontrolle und Verteilung dieser Geschichte besser organisiert werden in Deutschland. Viele Bürger hierzulande sehen einen Organspende-Ausweis eher skeptisch, man liest halt immer wieder den Missbrauch von gespendeten Organen.

Michael Leutert (LINKE, MdB):


JA! Ich besitze seit 2014 ein Organspende-Ausweis. Für mich schafft der Organspende-Ausweis Klarheit – auch für meine Angehörigen.

Alexander Dierks (CDU, MdL):


JA! Ich besitze seit zwei Jahren einen Organspenderausweis. Jeder von uns kann einmal in die Situation kommen, dass er ein Spenderorgan benötigt. Deshalb ist es wichtig, dass wir dem Thema größere Aufmerksamkeit widmen. Jeder weiß, dass wir in die Deutschland zu wenig gespendete Organe haben, die Wartezeiten unverhältnismäßig lang sind. Deshalb halte ich den Vorschlag der doppelten Widerspruchslösung, den Jens Spahn in den Bundestag eingebracht hat, für sehr sinnvoll. Es ist bedauerlich, dass dieser Gesetzesentwurf keine Mehrheit gefunden hat.

Frank Müller-Rosentritt (FDP, MdB):


JA! Ich habe den Ausweis seit 2018, als ich mich durch die öffentliche Debatte erstmalig intensiv mit dem Thema Organspende beschäftigt habe.

Geert Mackenroth (CDU, MdL):


JA! Seit 10 Jahren, weil ich Organspende für wichtig und richtig halte. Schließlich könnte auch ich in die Lage kommen, ein Organ zu benötigen.

Susann Schaper (LINKE, MdL):


JA! Ich besitze seit 24 Jahren einen Organspendeausweis. Ich sehe es als Akt der Solidarität, meine Organe nach meinem Ableben Menschen zur Verfügung zu stellen, denen dadurch das Leben gerettet oder erleichtert werden kann.

Nico Brünler (LINKE, MdL):


JA! Aber viel zu oft nicht dabei. Im Grunde ist es eine Mischung aus Solidarität und Eigennutz, da jeder in die Situation kommen kann, auf ein Spenderorgan angewiesen zu sein. Dann hofft man auf Hilfe. Ich denke der Bundestag hat mit der Ablehnung der Widerspruchslösung eine große Chance vertan. So bleibt defacto alles beim Alten…

Rico Anton (CDU, MdL):


JA! Ich habe seit ca. 5 Jahren eine Organspendeausweis. Ich finde Organspende wichtig, weil ich gern Menschen helfen will, denen anderweitig nicht geholfen werden kann.

Volkmar Zschocke (GRÜNE, MdL):


JA! Ich habe seit vielen Jahren einen Organspende-Ausweis. Bei schweren Erkrankungen und dramatischen Unfällen hängt oft das Überleben davon ab, ob ein Spenderorgan gefunden werden kann. Jede und jeden von uns kann das treffen. An jedem Tag. Der Umgang mit und die Einstellung zu Organspenden ist ein gesamtgesellschaftliches Thema. Es geht uns alle an. Wir können alle etwas dafür tun, damit mehr Menschen überleben können.

Stephan Hösl (CDU, MdL):


JA! Ich besitze seit einem ca. einem Jahr einen Organspendeausweis.Eine Organspende kann Leben nach einem Unfall retten, kann Leben nach einer schweren Krankheit lebenswert verlängern bzw. die Lebensqualität dessen verbessern.
Meiner Meinung nach, sollte sich jeder mit diesem wichtigen Thema „Organspende“ auseinandersetzen und diese Entscheidung selbst treffen. Ich bin mit der getroffenen Regelung des Bundestages sehr zufrieden da das Entscheidungsrecht immer noch bei jedem einzelnen liegen soll.

Alexander Krauß (CDU, MdB):


JA! Ich habe seit einigen Jahren einen Organspendeausweis. Als Organspender kann ich über meinen eigenen Tod hinaus Menschen helfen. Wenn ich sterbe, werde ich im Himmel sein. Dort brauche ich weder Niere noch Leber meines jetzigen Körpers.

Kathleen Kuhfuß (GRÜNE, MdL):


JA! Ich habe einen Organspendeausweis seit ich 18 Jahre alt bin und mein Umfeld kennt meine Bereitschaft zur Spende. Ich respektiere, wenn Menschen sich nach dem sie sich mit dem Thema beschäftigt haben, gegen eine Spende entscheiden und Frages deshalb auch nach der Veröffentlichung.

Wolfram Keil (AfD, MdL):


JA! Ich habe seit 1992 einen Organspende-Ausweis. Ich habe zu meiner Zeit als Zivildienstleistender Patienten kennengelernt, die aufgrund eines Spenderorgans ein “2. Leben” geschenkt bekommen haben. Aufgrund dieser Erfahrungen habe ich persönlich eine ausgesprochen positive Einstellung zur Transplantationsmedizin.

Sabine Zimmermann (Linke, MdB):


JA! Der Organspendeausweis bietet die Möglichkeit, eine Zustimmung, gegebenenfalls mit Einschränkungen, oder eine Ablehnung der Organspende anzugeben. Ich habe für mich persönlich die Entscheidung getroffen, dass ich Spenderin sein möchte. Deshalb habe ich seit 1997 einen Organspendeausweis, auf dem ich “Ja” angekreuzt habe. Es ist mir wichtig, unter geeigneten Umständen nach meinem Tod Menschen helfen zu können, die auf ein Spenderorgan angewiesen sind.

Monika Lazar (GRÜNE, MdB)


JA! Ich besitze seit vielen Jahren einen Organspende-Ausweis.

Peter Patt (CDU, MdL):


JA! Seit meiner Hochzeit, ebenso meine Frau Almut, die mich damals überzeugte. Eine Datei ist sinnvoller., weil solche speziellen Entnahmesituationen ausreichend Zeit zur Routineprüfung geben.

Detlef Müller (SPD, MdB):


JA! Sselbstverständlich besitze ich einen Organspenderausweis und trage ihn auch bei mir. Ursprünglich (das Vorgängermodell) seit 1994, jetzt den zweiten Ausweis der BZgA seit 2002 und werde ihn wohl bald mal wieder erneuern müssen….Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit ist, im Fall der Fälle möglichst helfen zu können.

Jan Hippold (CDU, MdL):


JA! Ich verfüge über diesen Ausweis seit dem 25.04.2018 da ich es wichtig und richtig finde einen solchen zu haben.

Hanka Kliese (SPD, MdL):


JA! Ich habe im Jahr 2006 einen Organspendeausweis beantragt und ohne Einschränkungen ausgefüllt.
Seit 2014 ist bei mir Multiple Sklerose diagnostiziert, eine Auto-Immunkrankheit, welche aufgrund diverser Risiken keine Organspende zulässt. Das bedauere ich sehr und setze mich weiter für mehr Bereitschaft

Marco Wanderwitz (CDU, MdB):


JA! Seit mindestens 10 Jahren. (Nur) Organspende rettet Leben, das anderweitig nicht gerettet werden kann.

Veronika Bellmann (CDU, MdB)


JEIN! Einen Ausweis habe ich bereits seit 2003 für Rückenmark- also Lebendspenden, die derzeit eine eher vernachlässigte Möglichkeit sind, den Organspendemangel zu beheben. Hier hätte ich mich für meine Freundin auch auf eine Nierenspende testen lassen. ( Sie hat das abgelehnt und dann ein Organ eines Verstorbenen bekommen.) Schliesslich warten 7500 der 10.000 Patienten auf der Transplantationsliste auf eine Nierenspende.
Bezüglich Organspende gibt es einen entsprechenden Vermerk in meiner Patientenverfügung. Das reicht m.E zunächst, bis das zentrale Organspenderegister aufgebaut ist. Bis vor einigen Jahren habe ich regelmäßig Blut gespendet, darf das aber wegen einer früheren Serumgabe nicht mehr.

Sie sagen NEIN!

Gerald Otto (CDU, MdL):


NEIN! Ich habe keinen Organspendeausweis, aber stehe der Organspende durchaus positiv gegenüber. Jedoch habe ich meine eigenen Befindlichkeiten damit, seit ich in jungen Jahren den amerikanischen Film “Fleisch” gesehen habe. Dem Datenschutz vertraue ich zwar weitgehend, sehe aber auch die Macht des Geldes, die eine gezielte Organbeschaffung in den Bereich des Möglichen rückt. Deswegen möchte ich keine persönlichen Daten über meine Anatomie an Datenbanken geben.

Rolf Weigand (AfD, MdL):


NEIN! Da ich meine Entscheidung dazu noch nicht endgültig getroffen habe und wir dies intensiv in der Familie diskutieren. Für mich ist umfassende Aufklärung und ein freiwillige Spendenbereitschaft auch wichtiger als eine Widerspruchslösung die in die Freiheit jedes Einzelnen eingreift und diesen automatisch zum Spender macht.

Carsten Körber (CDU, MdB):


NEIN! Ich habe aktuell keinen Organspendeausweis. Auch habe ich mich für die Widerspruchslösung eingesetzt, die jeden Bürger gezwungen hätte, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Aber auch mit der nun beschlossenen Zustimmungslösung werde ich mich in nächster Zeit nochmal intensiv mit dem Thema Organspende beschäftigen.

Dr. Volker Dringenberg (AfD, MdL):


NEIN! Ich besitze noch keinen Organspenderausweis. Es ist ein schwieriges Thema und eine höchst persönliche Entscheidung ob, und wenn ja welche, Organe nach dem Tod entnommen werden dürfen. Für beide Entscheidungen gibt es gut Argumente.

Thomas Prantl (AfD, MdL):


NEIN! Ich habe keinen Organspende-Ausweis.

Kerstin Nicolaus (CDU, MdL):


NEIN! Krankheitsbedingt ist es mir leider nicht möglich!

Andreas Heinz (CDU, MdL):


NEIN! Ich bin noch nicht über meinen Schatten gesprungen, haben mir aber vorgenommen, mich mit dem Thema noch einmal auseinender zu setzen.

Sören Voigt (CDU,MdL)


NEIN! Ich habe keinen, weil ich mich noch nicht umfassend mit der Thematik beschäftigt habe. Aber ich finde es positiv, dass es jetzt an verschiedenen Orten die Möglichkeit gibt, sich über Organspenden zu informieren und dann eine Entscheidung zu treffen.

Lars Kuppi (AfD, MdL):


NEIN! Ich habe keinen, da ich mich persönlich noch nicht mit dem Problem beschäftigt habe.

Torsten Gahler (AfD, MdL):


NEIN! Durch die Skandale der Vergangenheit und die Zusammenarbeit mit der Stiftung Eurotransplant bin ich skeptisch. Die Vergabe ist für mich nicht transparent.

Romy Penz (AfD, MdL):


NEIN! Ich lehne diese Art der Spende aus ethischer Sicht ab. Anders sehe ich es bei einer so genannten „Lebendspende“ bei Niere oder Leber. Generell sollte jeder selbst entscheiden, wie mit seinen Organen umgegangen wird. Die Widerspruchslösung ist für mich undiskutabel: in jedem Bereich muss ich z.B. der DSGVO oder auch Cookies im Internet zustimmen, aber gerade bei so einem wichtigen Thema , soll mein Körper zwangsenteignet werden, nur weil ich der Enteignung nicht ausdrücklich und rechtzeitig widersprochen habe?

Eric Dietrich (CDU, MdL):


NEIN! Da ich im Familien- oder Freundeskreis selbst noch keine Erfahrung mit dem Thema gemacht habe, haben ich eine (durchaus schwierige) Entscheidung bislang immer aufgeschoben.
Durch die aktuelle Diskussion rückt das Thema wieder in den Fokus – sodass ich mich auch aktuell wieder mit der Frage beschäftige…

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