Diesel oder Benziner – sinnvoller Autokauf

Diesel oder Benziner – was macht Sinn? Foto: Pixabay

Bei der Autowahl stellt sich immer wieder die Frage, ob man einen Benziner oder Diesel kaufen soll. Dabei waren es hierzulande eine lange Zeit die „Diesel-Fahrer“, die den Neuwagenhändlern Glücksgefühle bescherten. So waren 2015 noch mehr als 48 Prozent der Autokäufe ein Diesel. Neben dem Abgas-Skandal und den immer wieder aufkeimenden Gesprächen über Fahrverbote, viel die Nachfrage für Dieselfahrzeuge immer mehr ab. Hierdurch stehen Benziner deutlich höher im Kurs. Lesen Sie mehr über die facettenreichen Variationen.

Doch auch wenn die Zahlen bei den Pkw-Neuzulassungen für Diesel-Fahrzeuge sinkend sind, stellt sich die Frage beim Autokauf dennoch. Benziner oder Diesel ist weiterhin eine aktuelle Entscheidung. Eine einfache Antwort gibt es dabei nicht. Denn beide können mit Vor- und Nachteilen aufwarten. Dabei werden beide Kraftstoffe aus Rohöl gewonnen. In der Masse hingegen zeigt sich ein deutlicher Unterschied. Denn Diesel ist schwerer, da er eine höhere Anzahl an Kohlenstoffatomen enthält. Im Vergleich zum Benzin verfügt der Kraftstoff Diesel um 13 Prozent mehr Energie. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der umgewandelten Energie aus dem Treibstoff. Benzin schafft hier 37 Prozent – Diesel satte 42 Prozent. Somit ist der Diesel energieeffizienter als der Benziner.

Gibt es ähnliche Differenzen auch bei der Umweltfreundlichkeit?

Lange war man hier der Ansicht, dass Diesel Fahrzeuge umweltverträglicher seien als Benziner. Um dies genauer zu betrachten, muss der Abgasausstoß genauer angeschaut werden. Aufgrund der stärkeren Motorisierung benötigt ein Pkw mit Dieselkraftstoff generell weniger Treibstoff. Somit stößt er weniger CO2 aus, als ein vergleichbarer Benziner. Dennoch muss in diesem Fall ebenfalls die Masse mit eingerechnet werden. Denn Diesel hat, wie bereits erwähnt, eine höhere Masse. Daraus folgert ein erhöhtes Fahrzeuggewicht, was zu einem erhöhten Spritverbrauch führt. Somit ist die Annahme, dass ein Automobil welches Diesel nutzt, auch weniger Kohlendioxid produziert, nur teilweise zutreffend. Zudem kommt es bei Diesel-Motoren zu einem erhöhten Schadstoffpartikelausstoß.

Kosten im Vergleich

Als Letztes müssen noch die Kosten verglichen werden. Wer dabei einen Diesel gebraucht kaufen will, stellt schnell fest, dass dieser meist kostengünstiger zu beziehen ist, als ein vergleichbarer Benziner. Dies ist ebenfalls eine Auswirkung dessen, dass viele aufgrund der aktuellen Lage ihren Wagen verkaufen. Zum anderen fürchten so manche Autofahrer, dass es ein Fahrverbot geben wird. Daher ziehen viele einen Benziner oder ein elektrifiziertes Fahrzeug vor.

Ein deutlicher Vorteil zeigt sich jedoch in der Energiesteuer. Hier ist der Diesel günstiger. Dennoch zahlen Autos mit dem Kraftstoff fast doppelt so viel Kfz-Steuer. Zudem muss für die Versicherung mehr aufgewendet werden. Für lange Strecken, auf denen ein leistungsstarkes Auto gesucht wird, bietet sich ein Diesel-Fahrzeug immer noch an. Für den urbanen Nutzen hingegen sollte ein Benziner vorgezogen werden.

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