Dietz (AfD): Ohne Tests würde Corona zu einer Sommergrippe

Thomas Dietz, der AfD-Bundestagkandidat für das Erzgebirge. Foto: privat

Dietz vs. Krauß – der Wahlkampf hat begonnen

Erzgebirge. Warum sind die Coronazahlen im Erzgebirge höher als in anderen Regionen? Eine Frage, auf die der Schwarzenberger CDU-Bundestagskandidat Alexander Krauß in der letzten Woche, eine Antwort hatte, dem WochenENDspiegel sagte: „Die Anti-Corona-Demonstranten sowie Corona-Leugner haben eine Mitschuld an der hohen Inzidenz.“

Der Beitrag erreichte tausende Menschen, wurde häufig geteilt und kommentiert. Pro und Kontra. Jetzt meldet sich Thomas Dietz zu Wort, der im September für die AfD im Erzgebirge gegen Krauß bei der Bundestagswahl antritt.

Dietz: „Die Behauptung von Krauß ist eine unglaubliche Anschuldigung an die Erzgebirger, die durch keinerlei Fakten untermauert ist. Nur wenige Tage nach dieser Äußerung fallen die Inzidenzzahlen im Erzgebirge nun genauso steil wie in der übrigen Republik oder auch zuvor im europäischen Ausland. Der Inzidenzwert liegt im Erzgebirgskreis bereits jetzt unter Hundert.“

Als Vorsitzender des Landesfachausschusses Gesundheit der CDU Sachsen hätte sich Alexander Krauß, nach Ansicht von Dietz, intensiver mit der Saisonalität von Erkältungs- und Grippeviren beschäftigen müssen.

Alexander Krauß. Der CDU-Bundestagsabgeordnete tritt im September im Erzgebirge wieder zur Wahl an. Foto: CDU

Er, Dietz, sagt: „Nach Krauß‘ Theorie müssten sich die Erzgebirger nun aber schon seit nahezu sieben Tagen – noch weit vor dessen öffentlichen Anschuldigungen – plötzlich strenger an die Abstands-und Maskenregeln gehalten haben. Denn so lang beträgt die Inkubationszeit in etwa.“

Dann schaut der AfD-Kandidat in die Zukunft: „Ich sage nun voraus, dass sich die Inzidenzwerte, wie bereits im Jahr 2020, auch in diesem Sommer kaum noch über der Wahrnehmungsgrenze befinden werden. Wenn man nun sogar noch aufhören würde zu testen, würde Corona in den nächsten Monaten genauso wenig Beachtung geschenkt, wie in den Jahrzehnten zuvor, dem gelegentlichem Auftreten einer Sommergrippe.“

Seiner Meinung nach sei es überzogen, dass die meisten kulturellen Großveranstaltungen in diesem Sommer im Erzgebirge bereist schon wieder abgesagt wurden. Man müsse endlich lernen, mit dem Corona-Virus so umzugehen, wie mit jeder anderen Infektionskrankheit vorher auch.

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