Dietz vs. Lang: Die Debatte geht weiter

Nächste Runde der Politiker-Diskussion

Region. Nachdem die SPD-Landtagabgeordnete Simone Lang (Schwarzenberg) auf Aussagen des AfD-Bundestagsabgeordneten Thomas Dietz (Lugau) reagiert hatte, meldet sich dieser erneut zu Wort, greift die Argumentation der SPD-Politikerin.

Hier finden Sie die erste Diskussionsrunde

Hier die Argumente von  Thomas Dietz von heute

„Die Argumentation von Frau Lang beruht auf unzureichenden und teilweise falschen Informationen.

1. politisch motivierte Impfempfehlung der STIKO

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre ursprüngliche Entscheidung vom 10. Juni 2021, eine Corona-Schutzimpfung nur für Kinder mit Vorerkrankungen oder einem erhöhten Risiko zu empfehlen, am 19. August 2021 geändert. In der neuen Empfehlung spricht sie sich für eine Impfung aller Kinder ab zwölf Jahren aus. Diese Kehrtwende ist eher dem politischen Druck als wissenschaftlichen Fakten geschuldet.

Der Virologe Prof. Alexander Kekulé kritisiert beispielsweise an der neuen Entscheidungsfindung, dass die meisten Gründe, die gegen eine generelle Impfempfehlung gesunder Kinder sprechen, weiterhin Bestand haben und die neu hinzugekommenen Argumente kaum mit wissenschaftlichen Fakten zu begründen sind. 1 So seien Kinder kaum von einer schweren COVID-19-Erkrankung betroffen und LongCOVID-Symptome im Kindesalter seien noch immer nicht eindeutig einer COVID-19-Erkrankung zuzuordnen – denn auch Schulschließungen, fehlende soziale Kontakte und andere Corona-Beschränkungen belasten Kinder physisch und psychisch.

Des Weiteren sind Langzeitfolgen der für Kinder zugelassenen mRNA-Impfstoffe noch nicht absehbar. Herzmuskelentzündung (Myokarditis) als Nebenwirkung einer SARS-CoV-2-Impfung tritt gerade bei den 12- bis 17-Jährigen am häufigsten auf. Langzeitfolgen sind ebenso unklar wie deren Entstehung.

Damit wird deutlich, dass die STIKO – insbesondere im Hinblick auf die Kinderimpfung – andere Faktoren als individuelle Gesundheitsaspekte im Blick hatte, als sie die Empfehlungen zu den Corona-Schutzimpfungen aussprach. Rüdiger von Kries, Universitätsklinikum München und selbst Mitglied der Stiko, fand klare Worte: Der Benefit einer Impfung für die eigene Gesundheit sei zwar begrenzt, aber gegeben. Hauptgewinn der Impfung für einen Jugendliche sei aber, dass ihm Dinge „erspart bleiben“. Wenn ein Jugendlicher der Meinung sei, eine Erkrankung mit Corona würde bei ihm vermutlich nicht schwer verlaufen, habe er damit „wohl recht“2.

2. Experiment Corona-Schutzimpfungen

Die Wirksamkeit der Impfung entspricht nicht den in sie gesetzten Erwartungen. Infektionen mit SARS-CoV2 und teilweise auch schweren Erkrankungen an CoVID19 nach erfolgter Impfung sowie die Aufforderung, nach sechs Monaten eine dritte Impfung zu absolvieren, stehen im Widerspruch zu den Aussagen, die zu Beginn der Impfkampagnen getätigt wurden, wonach eine Impfung dauerhaft vor Infektion und Erkrankung schützen sollte.

Darüber hinaus entwickelt eine Vielzahl von Personen nach einer CoVID-19-Impfung massive gesundheitliche Probleme. Allein das Paul-Ehrlich-Institut berichtet bis zum 30.09.2021 von 172.188 Verdachtsfällen, davon in 21.054 Fällen von schwerwiegenden unerwünschten Reaktionen, in 1.802 Verdachtsfallmeldungen wurde über einen tödlichen Ausgang der Impfung berichtet.

Wurde noch im Sommer 2021 kommuniziert, dass CoVID-19-Impfstoffe vor Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus schützten, so ist inzwischen nachgewiesen, dass Geimpfte sich sowohl mit SARS-CoV-2 infizieren als auch das Virus weitergeben können. Auch vor einer schweren Erkrankung schützen die Impfstoffe nicht ausreichend, was die große Zahl der sog. Impfdurchbrüche eindrucksvoll belegt: Bis 31.10.2021 waren im Freistaat Sachsen 5.079 vollständig geimpfte Personen mit Symptomatik bekannt. (Antwort auf die Kleine Anfrage Drs.Nr.: 7/8089 zum Thema: Vollständig geimpfte und positiv auf SARS-CoV-2 getestete Personen im Oktober 2021)

1 https://www.focus.de/gesundheit/news/trotz-stiko-empfehlung-kekule-sagt-welche-drei-gruende-ge-gen-kinder-impfungen-sprechen_id_20890015.html
2 https://www.berliner-zeitung.de/news/stiko-professor-muessen-jugendliche-vor-der-politik-schuetzen-nicht-vor-covid-li.193970

Vor dem Hintergrund neu gewonnener Erkenntnisse ändern sich mehrfach die Empfehlungen der STIKO. Beispielsweise wurden die Empfehlungen für den Impfstoff Astrazeneca: wiederholte Änderungen bezogen sich auf die Alterskohorte (zunächst über 60-Jährige, dann unter 60-Jährige, später nicht unter 30-jährige) und auf den zeitlichen Abstand zwischen erster und zweiter Impfdosis sowie den empfohlenen Impfstoff für die zweite Impfdosis.

All dies verdeutlicht, dass wir uns hinsichtlich der neu entwickelten Impfstoffe im Zustand eines fortlaufenden globalen Experiments befinden. Frau Lang kennt die Datenlage; sie wurde im Sächsischen Landtag von der AfD-Fraktion mehrfach darauf hingewiesen. Es ist unverantwortlich, wider besseren Wissens die Bürger zu einer Impfung zu drängen und die Faktenlage zu Nutzen und Risiken der Impfung, die die Grundlage für eine selbstbestimmte Impfentscheidung darstellen sollten, als Falschaussagen zu diffamieren.

Soweit Frau Lang behauptet, dass „Ungeimpfte zehnmal häufiger auf der Intensivstation landen als Geimpfte“, so ist diese Aussage falsch. Denn es existieren keinerlei Erhebungen zum Impfstatuts der Intensivpatienten. Vgl. hierzu die Aussage von Prof. Marx, Präsident DIVI, Protokoll zur 2. Sitzung des Hauptausschuss des Bundestags am den 15. November 2021, S. 28 https://www.bundestag.de/resource/blob/869052/8ad3e08fc55c91e8f87812e64d74f691/protokoll-data.pdf): „… weil wir bisher noch nicht erfasst haben, welche Patienten auf den Intensivstationen geimpft und welche nicht geimpft sind.“

Dass die Inzidenz der Ungeimpften deutlich höher liegt als die der Geimpften ist mit dem einfachen Umstand zu erklären, dass die Geimpften nur noch dann getestet werden, wenn sie Symptome aufweisen, während die Ungeimpften einer permanenten Testpflicht unterliegen, wenn sie Bus oder Bahn fahren möchten, ihren Arbeitsplatz aufsuchen oder einkaufen gehen.

3. Intensivbetten und Personalsituation

Die Problematik eines seit Jahren zunehmenden Pflegepersonalmangels tritt auf den Intensivstationen durch die Belastungen, die mit Corona verbunden sind, in besonderer Weise zu Tag.
Die miserable Personalausstattung in den Klinken und besonders in der der Intensivpflege ist bereits seit Jahren bekannt. Welche Maßnahmen wurden seitens der Regierung unternommen, um den Personalmangel zu beheben? Es ist nichts passiert. In der letzten Legislatur wurde ein umfangreicher Bericht der Enquete-Kommission Pflege vorgelegt3, in dem die Regierung gedrängt wurde, schnellstmöglich Maßnahmen zu ergreifen, um die personelle Situation in der Pflege zu verbessern. Die Regierung hat nichts davon unternommen.

Im Gegenteil: Es ist mit einer weiteren Verschlimmerung des Personalmangels zu rechnen. Wenn die Regierungsparteien die angekündigte Impfpflicht für Pflege- und Krankenhauspersonal tatsächlich einführen, wird dies zu einer massiven Kündigungswelle bei den dringend benötigten Fachkräften führen. Dies zeigen die aktuellen Erfahren aus Quebec (Kanada), wo die Impfpflicht für Pflegepersonal zurückgenommen wurde.4 – Ansonsten wäre die Patientenversorgung nicht mehr gewährleistet gewesen.

3 https://www.landtag.sachsen.de/dokumente/Abschlussbericht_Enquetekommission_Pflege_SLT_barrierefrei.pdf
4 https://report24.news/kanada-regierung-quebecs-widerruft-impfpflicht-im-gesundheitswesen/

 

 

 

Jobs in Deiner Region

Facebook