Digital geht´s einfach schneller

Nix mit drucken, ausschneiden, laminieren und Co. – Lehrerin Jessica Klein zeigt, wie toll man mit der digitalen Tafel arbeiten kann. Foto: Alice Jagals

Zwickau. Schon die Kleinsten wischen und tippen auf Tablets und Smartphones wie kleine Profis. „Warum sollte man die Kinder nicht schon im Grundschulalter also dort abholen, wo sie bereits stehen?“, verdeutlicht Jessica Klein. Die junge Frau ist Lehrerin einer dritten Klasse in der Nicolai-Grundschule und nutzt die Vorteile der interaktiven Tafel seit diesem Schuljahr ausgiebig.

Sechs solcher Tafeln gibt es bereits an der Schule. Mit dem im letzten Jahr von der Bundesregierung beschlossenen Programm „DigitalPakt Schule“ sollen bis zum neuen Schuljahr 17 Tafeln, 120 Tablets sowie eine komplett neue Ausstattung für das Computer-Kabinett angeschafft werden. „Somit stehen pro Jahrgang 30 Tablets zur Verfügung“, sagt Schulleiter Ralf Burkhardt. Einen Vorteil hatte die Einrichtung allerdings schon: Bei der Sanierung 2014 wurde bereits die Voraussetzung für eine Breitbandversorgung geschaffen

Aus dem „DigitalPakt Schule“ wurde Zwickau bis Ende 2023 ein Budget in Höhe von rund 3,1 Millionen Euro bewilligt. Weiterhin setzt die Stadt zusätzliche Eigenmittel in Höhe von fast 600.000 Euro ein, so dass insgesamt 3,7 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Diese Mittel sind für eine vollständige und optimale Umsetzung des „Digital­Paktes“ erforderlich. Die infrastrukturellen Voraussetzungen für eine bestmögliche Breitbandversorgung städtischer Schulgebäude sollen bis spätestens Ende 2023 flächendeckend geschaffen werden. Allerdings sind weder die Wartungskosten noch der Anschluss für das schnelle Internet Bestandteil des „DigitalPaktes Schule“.

Für Letzteres sorgt die Zwickauer Energieversorgung GmbH (ZEV). Sie betreibt zur Steuerung der eigenen Anlagen bereits ein örtliches Glasfasernetz. Damit besitzt das Unternehmen das Knowhow, punktuell auf dem Gebiet der Stadt Zwickau solche Projekte umzusetzen. Für die Anbindung von städtischen Schulen an das örtlich anliegende Glasfasernetz erhielt die ZEV einen einmaligen Baukostenzuschuss in Höhe von 220.000 Euro. Zudem wurde ein Breitbandanschlussvertrag für Anbindung und Betreibung zwischen Stadt Zwickau und ZEV geschlossen. Bereits Ende 2020 sollen elf der 18 Zwickauer Schulen mit einer Geschwindigkeit von derzeit 200 Mbit angeschlossen sein. „Möglich sind allerdings bis zu 1.000 Mbit“, sagt André Hentschel, Geschäftsführer der Zwickauer Energieversorgung GmbH.

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