DLC-Endurance: Tapetenwechsel für Max Fritzsch

DLC-Endurance Max Fritzsch aus Claußnitz

Bei Langstreckenrennen wird Max Fritzsch weiterhin mit tollen Schräglagen glänzen. Foto: Max Fritzsch – privat

Claußnitz. Max Fritzsch, der in Claußnitz bei Mittweida zu Hause ist, verlässt 2016 die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) zugunsten von Langstreckenrennen in der DLC-Endurance.
Nach seinem 3. Platz im Yamaha-R6-Cup von 2014 hatte Fritzsch für 2015 beim schweizerischen Weber-Diener-Racing-Team für die IDM-Klasse Superstock-1000 angeheuert. Auf einer Kawasaki war er auf Anhieb 13. der Gesamtwertung geworden, was ihm durchaus die Fortsetzung seiner IDM-Karriere ermöglicht hätte.
Max Fritzsch zog allerdings den Stecker, um sich zunächst seiner beruflichen Zukunft zu widmen und ein Studium zu beginnen. Aus Liebe zum Motorradrennsport will er sich, ohne den in der IDM üblichen finanziellen Druck aushalten zu müssen, der Langstrecken-Szene zuwenden.

Für das in Schweinfurt ansässige Team „Michelin Ultimate Racing powered by SW-Motorradreifen.de“ wird er in diesem Jahr im Deutschen Langstrecken-Cup (DLC) starten. Seine Team-Mitstreiter auf der Honda CBR 1000-RR werden dabei Jan Hein aus Marburg und Marc Albrecht aus Rostock sein. Max Fritzschs erster Einsatz im neuen Metier soll zu Ostern bei den „1000 km von Hockenheim“ erfolgen.

 

DLC-Endurance Max Fritzsch aus Claußnitz

Motorradrennfahrer Max Fritzsch. Foto: Max Fritzsch – privat

Weitere Rennen zur DLC-Endurance werden in der Motorsportarena Oschersleben (an zwei Terminen), im tschechischen Most, im niederländischen Assen sowie auf dem Sachsenring ausgefahren.
Bei den mehrstündigen Langstreckenrennen, auch Endurance genannt, starten aus drei bis fünf Fahrerinnen beziehungsweise Fahrern bestehende Teams, wobei sich die Akteure in bestimmten Zeitintervallen auf der Rennmaschine abwechseln.

Vor Max Fritzsch, der erfreulicherweise nicht ganz aufgibt, haben hier aus der Region in letzter Zeit schon Tom Busch aus Limbach-Oberfrohna und Toni Riedel aus Mühlau „hingeschmissen“, weil weniger ihr fahrerisches Talent, sondern ihre finanzielle Mitgift bei den Renn-Teams gefragt waren. Wenn die deutschen Motorsportverbände ihre Förderung nicht verbessern, werden auch weiterhin scharenweise hoffnungsvolle Talente nach dem ADAC-Junior-Cup, dem Yamaha-Cup oder einem IDM-Intermezzo aufgeben. sf

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