Drachenbild für Friedensglocke

Die Friedensglocke auf dem Fichtelberg wurde jetzt von einem japanischen Friedensprojekt geehrt. Foto: Jörg Eller

Die Friedensglocke auf dem Fichtelberg wurde jetzt von einem japanischen Friedensprojekt geehrt.
Foto: Jörg Eller

Japaner ehren Friedensglocke

Schwarzenberg. Erzgebirge, Fichtelberg, Friedensglocke, Japan. Bringt man die ersten drei Begriffe leicht zusammen, stolpert man über den vierten. Wieso ehrt das japanische Emoto-Peace-Project eine Initiative in unserer Region?
Zwei Antworten: Weil sie es verdient hat und weil der Schwarzenberger Jens Zimmermann Kontakte in die Welt hat. Der Vize-Regionalchef des Immobilienverband Deutschland war lange in führender Position im Lions-Club tätig sagt: „So etwa geht nur über persönliche Beziehungen. Ich konnte die Verantwortlichen beim von der UNO anerkannten Weltfriedensprojekt von der Bedeutung der Friedensglocke auf dem Fichtelberg überzeugen.“

Seit dem 3. November hängt ein handgemaltes Drachenbild aus dem japanischen Tempel Aoba Jinjya im Landratsamt, das von Zimmermann im Namen des Emoto-Peace-Projects überreicht wurde. Weltweit erhielten bereits mehr als 2000 öffentliche und private Institutionen und Persönlichkeiten ein solches Drachenbild. Dieses steht laut den Initiatoren des Emoto-Peace-Projects symbolisch für Weltfrieden und globale Harmonie.

Zu denen zählt nun auch die Friedensglocke auf dem Fichtelberg. Die höchstgelegene Großglocke Deutschlands ist als klingendes Denkmal für 20 Jahre friedliche Revolution am 3. Oktober 2010 geweiht und in Dienst gestellt worden.

Dem Türmer der Stadt Schwarzenberg, Gerd Schlesinger, kam damals die Idee, auf dem höchsten Punkt der neuen Bundesländer eine Friedensglocke läutbar aufzuhängen, die für Frieden, Einigkeit, Gerechtigkeit und Liebe läuten könnte. Ihr Ruf sollte auch in die Tschechische Republik getragen werden und somit ein Symbol des „Vereinten Europa“ sein. Zusammen mit Jörg Eller einem weiteren Glockenexperten, bereitete er das Projekt vor.

Dank der Firmen Reinwarth und Pohl, sowie zahlreicher freiwilliger Helfer und Spender, konnte der Glockenstuhl errichtet werden. Der Einsatz von heimischem Lärchenholz spielte eine große Rolle und soll die Verbundenheit der Erzgebirger zu ihrer Heimat unterstreichen.

Die Glocke selbst wurde 1920 in Wetzlar gegossen, stand in der Eifeler Glockengießerei Mark und wurde günstig zur Verfügung gestellt. Der Lions-Club ASZ kaufte sie für dieses Projekt.  Bei der Wahl der Glocke war es den Initiatoren wichtig, auf eine Glocke aus einem Material zurückzugreifen, was nach den Weltkriegen für den Glockenguss zur Verfügung stand.

Jens Zimmermann (rechts) überreichte Landrat Frank Vogel das Gemälde Foto: LRA

Jens Zimmermann (rechts) überreichte Landrat Frank Vogel das Gemälde
Foto: LRA

 

 

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