Dreimal „Spektakuläres“ in der Lukaskirche

Fürs Foto, aber sonst im Hintergrund agierend, zeigt sich der geistige Vater der 5. „Spektakulär“-Show Erich Sabaczuk mit Enkelin Rosalie und Laura Degner (in Rot).  Foto: tsc

Acht Shows mit insgesamt 32 Auftritten, jeweils zwei Zwei- und zwei Vier-Minüter, alles fehlerfrei, top Leistungen, Riesenstimmung, brandender nicht enden wollender Applaus, einfach der Wahnsinn! So die Zusammenfassung aus dem vergangenen Jahr, als die Fliegenden Sachsen zum vierten Mal beim 38. Royal Nova Scotia International Tattoo in Halifax / Kanada, der größten Hallen-Militärmusik-Veranstaltung der Welt, zu Gast waren. Dieses Jahr – ausgehend von den ersten Anfängen – feiern die Kunstturner eigentlich ihr Dreißigjähriges. Denn bereits 1987 startete eine derartige Sportwerbegruppe der Pädagogischen Hochschule Zwickau, die seit 1991 mit dem Namen „Fliegende Sachsen“ weltweit unterwegs ist.

Nun heißt es drei Shows mit jeweils fünfzehn Nummern und zwei Stunden atemberaubende Artistik und Akrobatik mit entsprechend Musik, live und von Konserve. Jeweils 19:30 Uhr (27. und 28. Oktober) sowie 18 Uhr (29. Oktober) werden die Turner durch das fast 16 Meter hohe Mittelschiff über die Köpfe des Publikums hinweg fliegen, ihr Können an Tüchern, Bungee-Seilen, Strapaten und Trapezen zeigen, mit weiteren Elementen am Boden begeistern.

Komplettiert wird die Show der Laser-Event-Company aus Eibenstock, die das Feuerwerk aus der Vielfalt von Bewegungen und Musik mit dezenten Lichteffekten in eine Einheit mit der sich bietenden Innenarchitektur setzen wird.

Derzeit laufen mit großen Anstrengungen die Vorbereitungen dazu. Besonderes Engagement leistet dabei Laura Degner. Die 21-Jährige arbeitet in Dresden und kann daher nur an den Wochenenden vor Ort punktgenaue Abläufe üben. „Für die Übungen heißt es vor allem, sich beweglich (biegsam) zu halten. Das mache ich in Dresden während der Woche. Alles andere ist Feinarbeit, die mit den Jahren – Laura zählt seit ihrem fünften Lebensjahr zu den „Fliegenden“ – in Fleisch und Blut übergeht“, freut sie sich besonders auf ihre Darbietung auf einem weißen Flügel.

Die dritte Turner-Generation in diesen Shows vertritt unter anderen Rosalie Sabaczuk. Die Enkelin des Gründers der Fliegend Sachsen (Erich Sabaczuk), „will alsbald auch all das können, was die Großen schon turnen. Das ist so flott und schön!“, begründet die 9-Jährige ihre Begeisterung, dies nicht Opa zu Liebe zu tun. „Die Einen gehen halt zum Tanzen, andere machen gar nichts, ich muss mich auch mal auspowern. Da find´ eben Turnen toll“, freut sich Rosalie, am Boden und am Ringtrapez „Ins show-Geschehen eingreifen zu dürfen.“   tsc

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