Dulig rückt die Kohle (leichter) raus!

Die Förderrichtlinien für viel Branchen wurden gesenkt oder Hürden aufgehoben. Foto: pixabay.com

Dulig anpumpen leichter oder jetzt erst möglich!

Von Sven Günther
Region. Gute Nachrichten für viele sächsische Firmen: Sie können jetzt neuerdings oder leichter Fördermittel bekommen, weil das Wirtschaftsministerium die Richtlinien zur Förderung der gewerblichen Wirtschaft (GRW RIGA) überarbeitet hat.
Laut neuer Regelung, die vorerst bis Ende 2021 gilt, wurde die Mindestinvestitionssumme auf 50.000 Euro gesenkt. Bislang lag die Grenze zur Förderung bei 70.000 Euro.
Außerdem können auch Unternehmen Onlinehandel und Großhandel, Logistik, Bauwirtschaft (Hersteller von primären Baumaterialien, z.B. Zementproduzenten, Gipskarton-Fabrikanten oder Kalkhersteller) und dem Tourismus Anträge stellen.
Hotels, Pensionen, Ferienwohnung und Campingplätze benötigen keine DEHOGA-Klassifizierung oder eine Einstufung des Deutschen Tourismusverbandes mehr, um Unterstützung zu erhalten.
Es genügen Zertifizierungen wie „Bett+Bike“, „Wanderbares Deutschland“ oder „ServiceQualität Deutschland“.
Ebenso hat sich geändert, dass der Investitionszuschuss nun nicht mehr an die Schaffung von Arbeitsplätzen gebunden ist. Die Sicherung der bestehenden Arbeitsverhältnisse ist ausreichend.
Auch Logistikdienstleister profitieren von den neuen Richtlinien. Für sie entfällt der bislang verankerte Zusatz „von gesamtwirtschaftlichen Bedeutung“.
Weiter ausgeschlossen bleibt der sächsische Einzelhandel, weil es in dieser Branche verbindliche Regelungen der Bundesregierung gibt, die Fördermöglichkeiten nicht zulassen.
Anträge zu den neuen Bedingungen können ab sofort bei der Sächsischen Aufbaubank gestellt werden. Es gilt weiterhin, dass die Anträge vor dem Beginn eines Vorhabens eingereicht werden müssen.
Die Sächsischen Industrie- und Handelskammern hatten sich in gemeinsamen Stellungnahmen für die dringend notwendigen Verbesserungen und Vereinfachungen eingesetzt.

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