Ehemalige NINERS mit Paderborn in Chemnitz

Chemnitz. Drei Spieltage sind in der regulären Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA noch zu absolvieren und Chemnitz fehlt nur ein einziger Sieg, um die Hauptrunde garantiert als Tabellenführer abzuschließen. Den ersten Matchball haben die NINERS am Samstag im Heimspiel gegen die Uni Baskets Paderborn.

Bei der um 19:00 Uhr beginnenden Partie kommt es zum Wiedersehen mit zwei langjährigen Chemnitzer Akteuren. Pointguard Daniel Mixich sowie Center Martin Seiferth bestritten zusammen fast 200 Pflichtspiele für Sachsens beste Korbjäger, gehörten zu jenem NINERS-Team, das 2017 den Playoff-Halbfinal-Einzug schaffte, und stehen mittlerweile in den Reihen der Uni Baskets Paderborn. „Wir werden die beiden herzlich begrüßen, aber die Punkte wollen wir hier behalten“, gibt der Chemnitzer Cheftrainer Rodrigo Pastore das Ziel vor.

Nach den Erfolgen der vergangenen Wochen mit vier Siegen aus den letzten fünf Partien, hat der Argentinier gut lachen. Auch die vorzeitige Rückkehr von Matt Vest, der beim jüngsten Erfolg gegen Schalke mit acht Punkten und fünf Assists ein mehr als ordentliches Comeback feierte, stimmt Pastore durchaus optimistisch. „Wir hatten zuletzt einen klaren Aufwärtstrend und möchten diesen am Samstag vor eigenem Publikum gern fortsetzen“, sagt der 46-jährige Headcoach.

Für den wieder genesenen Vest wird das Duell mit Paderborn zweifellos auch eine besondere Partie, bestritt er doch zwischen 2015 und 2017 insgesamt 52 Pflichtspiele für die Ostwestfalen. „Aus dieser Zeit kenne ich vor allem noch Trainer Uli Naechster“, erinnert sich der US-Guard.

Naechster  ist ein Paderborner Urgestein und schwingt seit 2014 als Cheftrainer das Zepter an der Seitenlinie. Aufgrund der bescheidenen finanziellen Mittel des Clubs, steht der heute 35-Jährige dabei regelmäßig vor der Herausforderung, den Klassenerhalt der Uni Baskets zu sichern. Das scheint ihm auch in dieser Saison zu glücken, doch bei zwei Siegen Vorsprung und drei ausstehenden Spieltagen ist Paderborn rechnerisch eben noch nicht ganz durch. So kämpfen die Ostwestfalen weiter um jeden Punkt und trieben dabei erst am letzten Samstag den Tabellenzweiten Heidelberg an den Rand einer Niederlage. In einer dramatisch spannenden und höchst unterhaltsamen Partie musste sich Paderborn letztlich aber mit 101:107 geschlagen geben.

„Sie haben in diesem Match auf jeden Fall ihr offensives Potenzial bewiesen“, lobt Pastore die Uni Baskets. Mit Darnell Foreman (16.8 Punkte Pro Spiel), Connor Wood (13.1), Martin Seiferth (9.2), Matt Klinewski (9.2) und Demetrius Ward scoren gleich fünf Akteure sehr regelmäßig im zweistelligen Bereich. Ivan Buntic (7.0), Marc Nagora (6.7), Daniel Mixich (5.7) und Luca Kahl (5.7) stehen als Alternativen von der Bank bereit. „Paderborn hat zweifellos einige gefährliche Akteure im Kader, wie wir auch beim Hinspiel spüren mussten“, erinnert sich Pastore an den seinerzeitigen 99:84-Auswärtssieg der NINERS, die sich an jenem Tag vor allem dank ihrer Offensivkraft durchsetzten.

„Darauf kann man sich aber nicht immer verlassen, weshalb wir am Samstag auch hinten gut stehen sollten. Gegen Schalke haben wir stark verteidigt und ich hoffe, dass wir gegen Paderborn eine ähnliche Leistung zeigen können“, sieht Pastore in der Defensive einen wichtigen Schlüssel zum Sieg.

TERMIN: NINERS Chemnitz vs. Uni Baskets Paderborn, Samstag, 16.03.2019, 19:00 Uhr, Richard-Hartmann-Halle

von Matthias Pattloch

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