EHV Aue siegt hoch im Norden

Marc Pechstein, hier gegen Wilhemshaven, warf in Rostock elf Tore  Foto: EHV Aue

Marc Pechstein, hier gegen Wilhemshaven, warf in Rostock elf Tore
Foto: EHV Aue

 

EHV siegt im Traditions-Derby

„Ja, endlich! Wir waren die bessere Mannschaft, haben verdient gewonnen.“ Selten sprach EHV-Manager Rüdiger Jurke in den letzten Wochen seinen Kommentar gelöster als nach dem 30:28 Sieg der Auer Zweitligahandballer in Rostock. Nach jedem Wort spürte man, dass die Anspannung weg war. Nach jedem Satz meinte man, ein Lächeln zu hören.

Der Sieg in Rostock – für die Auer eminent wichtig! Es ging mit Interimstrainer Stephan Swat gegen den Tabellenletzten – und eine Niederlage wäre fatal gewesen. Der Landratsamt-Angestellte Swart, der zur Vorbereitung auf das Spiel zwei Tage Urlaub genommen hatte, schaffte es, die Mannschaft locker zu machen. Manager Jurke durfte sich darüber freuen, „dass man gut in der Abwehr stand und schönen Handball gespielt hat.“

Allein die mangelnde Chancenverwertung blieb zu kritisieren. Dagegen gab es Lob für Marc Pechstein, der aus dem linken Rückraum und vom 7-Meter-Punkt elf Tore warf, neben Keeper Robert Wetzel bester Auer war. Ausgerechnet Pechstein, der vor der Saison von Empor zum EHV wechselte und einige Pfiffe der ehemaligen Fans zu hören bekam.
Die Empor-Anhänger machen schwere Zeiten durch, sehen den Nordklub weiter im tiefsten Süden der Tabelle und werden nur noch vom Gespann auf der Trainerbank an bessere Zeiten erinnert. Vor einigen Wochen übernahm Hans-Georg Jaunich das Traineramt von Robert Teichert. Torwart- und Co-Trainer ist Jürgen Rohde.

Jaunich und Rohde. Zwei Rostocker Handball-Legenden. Der eine, Jaunich, wurde 1973 und 1978 DDR-Meister, 1980 mit der DDR Handball-Olympiasieger. Rohde schaffte mit Empor drei Meistertitel, machte 28 Länderspiele.

Für Rostocker Fans Nostalgie, für EHV Manager Rüdiger Jurke uninteressant. Er schaut nach vor, denkt schon an das nächste Heimspiel.

Jurke: „Jetzt hoffe ich, dass die Halle am Samstag 17 Uhr gegen Friesenheim voll wird. Wir brauchen die nächsten Punkte, wollen anschließend mit den Fans Weihnachten feiern.“ Friesenheim. Eines der Top-Teams der Liga, das im Moment mit 18:12 Punkten auf dem siebenten Platz steht. Aue wird Außenseiter sein, hofft aber sicher auf ein weihnachtliches Wunder…

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