EHV Aue: Tierische Wochen!

Beim 31:28 Sieg in Dessau waren Jan Faith mit neun und Benas Petreikis (Foto) mit acht Treffern die erfolgreichsten Werfer der Aue. Foto: Falk Schulze/EHV Aue

Tierisch! EHV Aue zwischen Bibern und Wölfen

Von Sven Günther
Lößnitz. Den Biber haben sie die Zähne gezogen, jetzt stellt man sich den Wölfen entgegen… Tierische Wochen für die Zweitligahandballer des EHV Aue. Am Samstag gewannen die Männer von Trainer Stephan Swat im Sachsenderby mit 31:28 beim Dessau-Roßlauer HV. Jetzt kommen am Sonnabend 18 Uhr die DJK Rimpar Wölfe ins Erzgebirge.

Mit den Bibern, die Dessauer nennen sich so, weil das possierliche Tierchen auch das Maskottchen von HV-Hauptsponsor Stadtwerke ist, war es ein zähes Ringen.  EHV-Manager Rüdiger Jurke: “Bis zur Pause konnte sich keine Mannschaft absetzen. Es war spannend und unsere Fans haben für gute Stimmung gesorgt.”
Nach der Halbzeit traf dann das ein, was Jurke gehofft hatte: Erik Töpfer glänzte mit zahlreichen Paraden, die Chancen wurden besser genutzt und die Abwehr stand gut. Jurke: “Wir haben verdient gewonnen, waren die bessere Mannschaft.” Auch die taktische Maßnahme von Biber-Trainer Uwe Jungandreas, mit sieben Feldspielern zu agieren, brachte keinen Erfolg.

Der Dessau-Coach wird auf der Homepage des Vereins zitiert: “Der Sieg vom EHV Aue war absolut verdient. Ich denke nicht alle von uns waren heute im absoluten Derbymodus. Das zeigt sich darin, dass wir das Spiel in der Abwehr verloren haben. Wir haben zugelassen, dass Aue den Ball extrem schnell macht und nicht genug zugepackt. Dazu kam in der zweiten Halbzeit hatten wir dann nicht mehr die Hilfen von der Torhüterposition. Es sind drei Tore Differenz. Unterm Strich waren es in Summe Kleinigkeiten aber insgesamt denke ich, dass unsere Defensivleistung heute nicht ausreichend war, um so ein Derby zu gewinnen.” Kurz: Den Bibern fehlte der Biss…

Auch Gregor Remke, vor wenigen Monaten noch für den EHV aktiv, konnten mit seinen drei Toren daran nichts ändern. Er hat jetzt für Dessau das Zweitspielrecht von Erstligist DHfK Leipzig, das es im letzten Jahr möglich machte, das er für den EHV aktiv werden konnte.

Am Ende waren Jan Faith mit neun und Benas Petreikis mit acht Treffern die erfolgreichsten Werfer der Aue, bei denen der tschechische Neuzugang Petr Slachta ohne Torerfolg blieb.

EHV Aue: So lief der Slachta-Deal

Sicher konnte er sich aber nach dem Spiel mit seinen Landsleuten Marek Vanco, Tomas Pavlícek, Slavomir Mlotek, Libor Hanisch und Jan Zahradnícek über die stärkste zweite Handballbundesliga der Welt unterhalten. Ob er einen Tipp in Sachen DJK Rimpar Wölfe bekommen hat, ist ungewiss.
Fest steht, dass die Samstags-Gäste eigentlich “Deutsche Jugendkraft” (DJK) heißen, sich nach einem Studentenprojekt “Wölfe” nennen, weil sie wie ein Rudel zusammenhalten, noch ehrenamtlich geführt werden. Jetzt wollen sie im Erzgebirge Beute reißen. Das letzte Heimspiel konnte Rimpar gegen Nettelstedt 29:28 gewinnen und die Mannschaft liegt mit 11:17 Punkten auf Platz 15 der Tabelle.
Rüdiger Jurke: “Es wird ein ganz wichtiges Spiel im Kampf um den Klassenerhalt. Ich hoffe, die Halle wird voll und die Fans unterstützen uns wieder so wie gegen Dresden und Ferndorf.”

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