EHV: Der Macher motzt!

Manager Rüdiger Jurke ärgert sich über mangelnde Unterstützung. Foto: Birgit Hiemer

Manager Rüdiger Jurke ärgert sich über mangelnde Unterstützung.
Foto: Birgit Hiemer

EHV-Manager Jurke: Neue Freuden – alte Sorgen
Von Sven Günther
Lößnitz. Er muss den Kopf nur leicht nach rechts oben drehen, dann sieht EHV-Manager Rüdiger Jurke die Urkunde, die den Verein zum Botschafter des Erzgebirges macht. Landrat Frank Vogel unterschrieb sie am 19. Mai 2012.  „Ein Stück Papier. Mehr leider nicht,“ sagt Jurke und nimmt den Hörer des dauerklingenden Telefons ab.
Der Mann ist im Stress, muss schon jetzt die neue Saison vorbereiten, hat dabei neue Freuden und alte Sorgen. Jurke: „Was wir im Moment spielen, ist der Wahnsinn. Zehn Heimspiele in Folge gewonnen. Tabellenplatz vier in der 2. Liga. Das habe ich beim EHV noch nicht erlebt. Leider bekommt das nicht jeder mit.“ Er moniert mangelnde Unterstützung, sagt: „Wir sind Botschafter des Erzgebirges, präsentieren unsere Heimat erstklassig. Gedankt wird uns das aber nicht.“
Zwar hat der EHV treue Sponsoren und Fans, die Neugewinnung ist in beiden Fällen aber schwierig. 1300 Menschen kommen in Schnitt in die Erzgebirgshalle. Das sportliche Spektakel hätte mehr Fans verdient, mehr Sponsoren. Jurke: „Wir würden uns über das Engagement von Firmen aus dem gesamten Erzgebirgskreis freuen. Und über mehr Unterstützung vom Landkreis selbst. Manchmal frage ich mich, ob es wirklich gewünscht ist, dass wir in der 2. Liga spielen.“
Eine 2. Liga, die mit Abstand die stärkste der Welt ist. Eine 2. Liga in der Aue, in der das Erzgebirge seit über 20 Jahren dank des EHV vertreten sind. Der Manager: „Es ist nicht selbstverständlich, dass wir in dieser Liga spielen!“ Ich habe den Eindruck, es wird manchmal vergessen, welche Anstrengungen dahinter stehen. Das macht mich traurig.“
Vor allem jetzt, da der EHV ganz vorn mitmischt. „Das ist einfach nur sensationell, auch wenn wir inzwischen auf dem Zahnfleicsh gehen. Sensationell vor allem, wenn man die vielen Verletzten sieht.“ Bengt Bornhorn, Adam Mazur, Bjarki Mar Gunnarsson und Radek Musil fehlen seit Wochen bzw. werden noch Wochen fehlen. Musil musste jetzt nach seiner Knieverletztung ein zweites Mal operiert werden. Prognose: Ungewiss.
„Wir werden uns für die nächste Saison im Rückraum und im Tor verstärken müssen, versuchen dazu weiter, unsere Talente in die Mannschaft zu integrieren. Bei Sebastian Duschek, Sebastian Paraschiv, Sigtryggur Dadi Runarsson und Torhüter Erik Töpfer ist das gut gelungen. Um in der 2. Liga zu bestehen, brauchen wir aber auch gestanden Leute“, sagt Rüdiger Jurke der auch weiß, dass die Arbeit von Trainer Runar Sigtryggsson Begehrlichkeiten anderer Klubs oder gar der isländischen Nationalmannschaft wecken kann. „Wir werden uns Anfang des Jahres zusammensetzen. Ich hoffe sehr, dass er bleibt. Wenn aber ein Klub aus der 1. Liga kommt…“
Dort, in der 1. Liga, hat sich Aufsteiger DHfK Leipzig einen guten Stand erabeitet, was für den EHV Aue wichtig werden kann. Jurke: „Wir streben eine Zusammenarbeit mit den Leipzigern an. Deren Talente könnten uns in der 2. Liga helfen und sich bei uns entwickeln.“
Dann steht er auf, schaut nochmal auf die Botschafter-Urkunde und lächelt: „Jetzt wollen wir am Samstag erstmal dem Top-Favoriten Erlangen alles abverlangen und danach mit unseren Fans in der Halle Weihnachten feiern.“

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