EHV: Niederlage mit letztem Aufgebot

Kevin Roch feierte seinen 26. Geburtstag, war in den letzten Spielen eine der Stützen des EHV Foto: EHV Aue

Kevin Roch feierte seinen 26. Geburtstag, war in den letzten Spielen eine der Stützen des EHV
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Würzburg/Aue. Es war ein Fähnlein der neun Aufrechten, die sich am Sonntag im Würzburg der Spitzenmannschaft des DJK Rimpar Wölfe entgegenstellte. Wegen der langen Verletztenliste konnte EHV-Trainer Runar Sigtryggsson nur auf neun Spieler zurückgreifen. Doch die kämpften erstklassig, hatten den Gegner am Rande einer Niederlage.
In der ersten Halbzeit führten die Auer ständig, mussten kurz vor der Pause durch einen Gewaltwurf von Stefan Schmitt das 12:12 hinnehmen. Wie das Spiel weiter verlief, wird auf der Homepage des DJK gut beschrieben: „Liefen die Grün-Weißen im ersten Durchgang ständig einem Rückstand hinterher, drehte sich nun der Ablauf. Steffen Kaufmann gelang der erste Treffer der zweiten Halbzeit und der zu Hochform auflaufende Sebastian Kraus erhöhte nach einem lupenreinen Hattrick auf 16:13. Rätselte man vor der Partie noch, ob sich die Belastung des Freitagsspiels bei den Wölfen oder das Fehlen von vier Stammkräften beim EHV bei fortschreitender Spielzeit kräftemässig entscheidend auswirken würde, wurde die Antwort um die 40. Minute geliefert.
Als hätte es das anstrengende Auswärtsspiel vor 45 Stunden nie gegeben, schraubten Jan Winkler, Tom Spieß, Sebastian Kraus und Dominik Schömig, durch einen Viererpack den Spielstand von 17:15 binnen fünf Minuten auf 21:15 und die stärkste Defensive der Liga stand derweil felsenfest. Max Brustmann entschärfte in überlegener Manier gleich mehrere Würfe in Folge und als Kaufmann bei noch elf zu spielenden Minuten auf 24:18 erhöhte, war die Sache fast entschieden.
Angetrieben von den bärenstarken Eric Meinhardt und Dadi Runarsson, warfen die Gäste mit dem Mute der Verzweiflung noch einmal alles nach vorne. Zwei Überzahlsituationen effektiv nutzend verkürzten die Erzgebirgler auf 25:23, doch unter dem frenetischen Jubel von über 2300 Zuschauer machte Jan Winkler in der Schlußminute den Deckel auf ein perfektes Handballwochenende der überglücklichen Wölfeschar.“

DJK: Brustmann, Madert – Kraus 7/4, Schmitt 4, Schömig 1, Bötsch 1, Schäffer 2, Schmidt, Kaufmann 5, Bauer, T. Spieß 4, Winkler 2, Brielmeier, Sauer.

EHV: Musil, Petursson, Töpfer – Schäfer, Meinhardt 7, Roch 2, Sigtryggsson 1, Faith 2, Gunnarsson 1, Duschek, Runarsson 9/6, Paraschiv 1.

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