Ein besonderes Jahr

Die vier Themenschwerpunkte sind Schneeberg Erleben, Bewahren, Gestalten und Bewegen. Foto: Stadt Schneeberg

Die Stadt Schneeberg feiert in diesem Jahr 550 Jahre Berggeschrey

Schneeberg. Es scheint, als ob auch das Jahr 2021 ein besonderes ist. Aber nicht nur aus unerfreulichen Gründen. Denn Schneeberg bereitet sich auf das 550-jährige Stadt-Jubiläum vor – und das soll bunt, fröhlich, laut und reich an Veranstaltungen sowie Erlebnissen werden. Die Situation gestaltet sich zum jetzigen Zeitpunkt zwar noch herausfordernd, aber die Stadtverwaltung hält optimistisch an den Plänen fest, zeigt sich gleichzeitig aber flexibel, da mit Einschränkungen zu rechnen sei.

Das silberne Herz Sachsens

Das Motto für das Festjahr lautet „550 Jahre Berggeschrey…und immer noch laut“. Schneeberg, das ist eine der bedeutendsten Bergstädte des Erzgebirges, die nach herausragenden Silberanbrüchen im Jahre 1471 für Berggeschrey sorgte. Später galt der Raum bis zum 19. Jahrhundert als weltweit bedeutendster Fund- und Abbauort von Kobalterzen. Aber auch heute ist die „Barockstadt“, „Weihnachtsstadt“ oder „Das silberne Herz Sachsens“, wie die Stadt auch liebevoll genannt wird, immer noch laut.

Es ist eine moderne Stadt voller Traditionen, nicht zuletzt durch das reiche Kultur- und Veranstaltungsangebot, die einzigartige Manufakturlandschaft, die Designerschmiede in der Fakultät für Angewandte Kunst und die erlebnisreiche Natur. Genauso lebendig und facettenreich soll auch das Jubiläumsjahr 2021 werden. Unter den vier Themenschwerpunkten „Schneeberg gestalten“, „Schneeberg leben“, „Schneeberg bewegen“ sowie „Schneeberg bewahren“ sollen Bürger aus allen Bereichen miteinander verbunden werden, genauso wie Geschichte, Gegenwart und Zukunft miteinander verknüpft werden sollen. „Veranstaltungen und Aktionen ziehen sich durch das ganze Jahr. Am 22. Juli ist traditionell der Bergstreittag, in diesem Jahr soll es aber vom 16. Juli bis zum 25. Juli eine ganze Festwoche geben – das ist der Höhepunkt des Jubiläumsjahres“, erklärt Markus Weber vom Tourismus- und Gewerbeverein Schneeberg e.V.

Bewahren, bewegen, erleben, gestalten

So soll ein Haus der Traditionen im Rahmen von „Schneeberg bewahren“ entstehen. Ein jahrelang leerstehendes Gebäude im Innenstadtkern wird durch die Ausstellung der außergewöhnlichen Schnitz- und Klöppelexponate wieder zum Leben erweckt. Daneben wird es eine Ausstellung zum Thema Bergbau, eine historische Apothekenausstellung, eine historische Schulausstellung und Mineralienausstellung geben. Abgerundet wird der Themenbereich durch zahlreiche Vorführungen, Workshops und Fachvorträge. „Unter dem Motto ‚Schneeberg bewegen‘ gibt es beispielsweise ein Wanderwochenende mit unterschiedlichen Themenwanderungen für die ganze Familie, einen sportlichen Vergleichswettkampf zwischen den einzelnen Schulen oder auch einen Tanzworkshop im Kulturzentrum ‚Goldne Sonne‘, so Markus Weber. Kreativ und bunt wird es bei zahlreichen Ausstellungen sowie beim Streetart-Projekt, bei der die Werner-Kempf-Brücke von Streetart-Künstlern gestaltet werden soll. Im Bereich „Erleben“ ist einer der Höhepunkt das große Skatturnier, das sich über das gesamte Jahr zieht. Dazu wird es auch eine Spielkarten-Ausstellung und ein speziell zum Festjahr angefertigtes Sonderblatt geben. Um den Schülern die verschiedenen schützenswerten Bergbau-Institutionen vorzustellen, werden innerhalb der Festwoche Projekttage stattfinden.

Das Festjahr nicht einfach verstreichen lassen

Traditionell findet der Bergstreittag am 22. Juli statt. (Foto: Fotoatelier Leistner)

Innerhalb der Festwoche soll es verschiedene herausragende Programmpunkte für die ganze Familie geben, u.a. das Kunst-, Kultur- und Kulinarikfestival zum Austausch von Künstlern, den Bergstreittag mit großer Bergparade, das Kettensägen-Symposium, Berggottesdienst, den Jugend-Tag und das Open-Air-Kino auf dem Marktplatz. Das Wochenende wartet mit besonderen Kulturerlebnissen wie einer imposanten Multimediashow und Konzerthighlights durch „Nazareth“ oder „Les McKeown“ auf. Zu hoffen ist es natürlich, aber ob alle Veranstaltungen wie geplant durchgeführt werden können, steht aktuell noch in den Sternen. Markus Weber dazu: „Wir stehen in den Startlöchern und planen erstmal so, als ob es stattfinden kann. Natürlich haben die Bestimmungen Vorrang, aber wir wollen das Festjahr auch nicht einfach so verstreichen lassen. Es gibt auch Aktionen, die unabhängig von Corona stattfinden können, wie beispielsweise das Streetart-Projekt. Wir wissen, dass wir vielleicht Abstriche machen müssen, oder dass Verschiebungen auftreten können, aber wir wollen die Vorbereitungen trotzdem so gut es geht umsetzen.“ Na dann drücken wir mal die Daumen.

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