Ein Meilenstein für Thermalbad Wiesenbad

Ein freudiger Moment, als der Zimmermann symbolisch den letzten Nagel im Holz versenkte.
Foto: André Kaiser

Thermalbad Wiesenbad. Es war ein freudiger Moment, der Moment, als der Zimmermann symbolisch den letzte Nagel ins Holz einschlug. Mit dem Richtfest für die neue Seniorenresidenz in Thermalbad Wiesenbad wurde zugleich ein Meilenstein für die Gemeinde gesetzt. Wie Investor Lutz Uhlig sagte, sei dies nach nur 128 Tagen (Baubeginn April) realisiert worden. Ein Zufall hätte ihn und die Bürgermeisterin Berit Schiefer zusammen gebracht und ihre Vision von einem Pflegeheim in dem Kurort greifbar gemacht. Ihrer Hartnäckigkeit sei es letztendlich zu verdanken gewesen, dass die Entscheidung für den Millionenbau zu Gunsten der Gemeinde gefallen ist. „Das erste Grundstück am Kindergarten war leider aufgrund der Auflagen des Hochwasserschutzes für ein Projekt dieser Größe nicht geeignet. Doch innerhalb weniger Tage zauberte Frau Schiefer gemeinsam mit Ricarda Lorenz, Geschäftsführerin der Kurklinik ein neues Grundstück hervor, welches wir dann mit Hilfe des Landkreises innerhalb kürzester Zeit mit einer Baugenehmigung bestückt haben. Frau Schiefer war nicht nur wichtig, dass wir hier bauen, sondern eben auch das Wohl der älteren Bevölkerung sowie die Schaffung von 90 neuen Arbeitsplätzen. Die Gemeinde kann stolz sein, solch eine Bürgermeistermeisterin zu haben. Das ist meine persönliche Meinung“, lobte Uhlig das Engagement des Gemeinde-Oberhauptes.

Der Geschäftsführer der bauausführenden Theed.Projekt GmbH: „Insgesamt entsteht auf einer Fläche von rund 8.000 Quadratmetern ein Gebäudekomplex in U-Form mit 120 Einzelzimmern, aber auch Appartements für Paare. Das komplette Gebäude und die Zimmer werden barrierefrei sein.“ Zudem sollen Friseur, Physiotherapie, Fußpflege, Cafeteria, Balkons und ein kleiner Park für angenehmes Flair sorgen. Betrieben wird die Seniorenresidenz, deren offizielle Einweihung für den 31. Oktober 2021 geplant ist, von der Volkssolidarität Chemnitz e.V. und seiner Unternehmenstochter. Hierzu erklärte Heimleiterin Madlen Hahn: „Ich persönlich wünsche mir ein Haus voller Leben, voller guter Ideen von Bewohnern und Mitarbeitern, voller Aktivität und Kreativität, wo zufriedene und glückliche Menschen das Haus mit Freude erfüllen. Ich freue mich jetzt schon auf die Inbetriebnahme.“

Worte, die sicher auch Berit Schiefer unterstreicehn würde. Die Bürgermeisterin der Gemeinde: „Ich bin froh und dankbar, dass ich Herrn Uhlig motivieren konnte, sein Geld in Thermalbad Wiesenbad zu investieren. Schließlich haben wir hier den besten Standort ever.“

Mit vor Ort waren zudem auch der CDU-Landtagsabgeordnete Ronny Wähner, der sich sehr darüber freute, dass die Ivestition der ländlichen Region zugute kommt, sowie der CDU-Bundestagsabgeordnete Alexander Krauß, der unter anderem sagte: „Es ist schön, dass hiervon ein positive Signale ausgeht. Denn wo kann man sonst alt und gepflegt werden, wo es so schön und grün ist. In Berlin machen wir uns Gedanken, wie man die Pflege langfristig finanziert. Die Pflegeversicherung ist eine Teilkaskoversicherung und sollte es auch bleiben. Sonst ufern die Kosten vollkommen aus. Aber klar ist auch, dass wir jetzt bundesweit mittlerweile bei einem Eigenanteil von 2.000 Euro sind, in Sachsen bei 1.600 Euro. Und die Tendenz ist steigend, weil wir natürlich wollen, dass das Pflegepersonal anständig bezahlt wird. Andererseits darf es aber auch nicht zur Überforderung kommen. Ich will damit sagen: Wir sind dran. Allen Beteiligten wünsche ich weiterin viel Erfolg beim Bau. Ich bin zuversichtlich, dass Sie Ihr Ziel erreichen können.“

Die Baukosten für die Seniorenresidenz in Thermalbad Wiesenbad belaufen sich auf rund 13 Millionen Euro. Mit den Standorten Stollberg und Neukirchen sowie dem geplanten Pflegeheim in Zschopau sind es am Ende rund 70 Millionen Euro, die insgesamt im Erzgebirge investiert werden.

Impressionen vom Richtfest (Fotos: André Kaiser)

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