Eine Ausstellung mit großen Gesten

Der amerikanische Künstler Golan Levin (l.) verwandelt it seinem interaktiven Softwaresystem Hände auf teilweise unheimliche Art. Auch Prof. Dr. Ellen Fricke von der TU Chemnitz zeigt sich begeistert. Foto: Cindy Haase

Chemnitz. Gesten drücken manchmal mehr aus als tausend Worte. Wie dieser wichtige Teil der Kommunikation nicht nur das Miteinander der Menschen beeinflusst sondern auch in einer zunehmend technisierten Welt unseren Umgang mit Gegenständen wie Autos, Computern oder Haushaltsgeräten bestimmt, ist Gegenstand einer neuen Sonderausstellung im Sächsischen Industriemuseum in Chemnitz. Am heutigen Abend wird die Schau unter dem Titel “Gesten – gestern, heute, übermorgen” eröffnet und kann ab morgen öffentlich bestaunt werden.

Mariane Eisl vom Ars Electronica Futurelab aus Linz lässt virtuell ein Gefäß aus Ton entstehen.

Eine wissenschaftlich-künstlerische Kooperation der Technischen Universität Chemnitz, des Sächsischen Industriemuseums und des Ars Electronica Futurelab in Linz lässt den Besucher Hände und die Sprache der Dinge auf 600 Quadratmeter in einer bundesweit einzigartigen Ausstellung im kulturellen und technologischen Wandel erleben. Das Besondere an der Ausstellung ist vor allem ihre Interaktivität, die auch die jüngsten Besucher begeistern dürfte.

So kann durch ausgefeilte Technik virtuell ein Tongefäß geschaffen oder beim Exponat “Argumented Hand Series” des amerikanischen Künstlers Golan Levin die unheimliche Transformation der eigenen Hände bestaunt werden. Der “Wooden Mirror” von Daniel Rozin, der Holz zu einem Spiegel werden lässt, lädt zur Interaktion ein. Hand- und Körperbewegungeng des Betrachters werden von einer Kamera erfasst und computergestützt an kleine Motoren weitergegeben, die insgesamt 830 Holzplättchen bewegen. Dadurch wird eine verblüffende “Spiegelung” erzeugt.

Wie Hände sprechen, steuern oder schuften – all das wird in der Sonderschau nicht nur ersichtlich sondern im wahrsten Sinne erlebbar. “Es ist eine phantastische Ausstellung geworden”, ist auch Oliver Brehm, Chef des Industriemuseums überzeugt. Noch bis zum 4. März 2018 können sich Besucher selbst davon überzeugen.

Der “Wooden Mirror” erzeugt eine Art Spiegelung der vor ihm Stehenden auf 830 Holzplättchen.

 

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