Eine starke Wiedergutmachung

Die Geheimformel, um gegen Spitzenteams, wie die Telekom Baskets Bonn zu gewinnen, lautet: Teambasketball. Foto: jspictures.de

Ein starke Wiedergutmachung für die Fans!

Sie kamen, sahen und, nein, sie siegten nicht. Der Spitzenreiter aus Bonn musste sich am Sonntagabend dem starken Chemnitzer Teambasketball geschlagen geben. Beide Mannschaften trennten sich 90:68 nach einem höchst sehenswerten Spiel – vor allem für die Fans. Vielleicht auch eine Wiedergutmachung für die bittere Heim-Pleite gegen Braunschweig vor einer Woche, nach der die Chemnitzer Fangemeinschaft mehr als unzufrieden war.

Mit dem Sieg gegen den Tabellenführer Telekom Baskets Bonn stehen die Chemnitzer aktuell auf Platz vier der Tabelle und hätten somit in den Playoffs (Start: 13. Mai) zunächst zwei Mal Heimrecht gegen den Fünften. Gewinnen Sie am 7. Mai ihr Nachholspiel gegen Crailsheim hätten sie insgesamt 23 Siege auf dem Konto der diesjährigen Saison stehen. Größte Konkurrenten derzeit im Rennen um die besten Playoff-Plätze sind für die Chemnitzer Ulm und Ludwigsburg. Diese könnten ebenso auf 23 Siege kommen. Während die Schwaben die NINERS noch überholen können, weil sie gegen diese den direkten Vergleich gewonnen haben, würde Ludwigsburg hinter Chemnitz rutschen, hier hat Chemnitz den direkten Vergleich sicher gemacht.

Spätestens am 11. Mai wissen wir, wer den NINERS als Gegner in den Playoffs gegenübersteht und vor allem, ob es Heimrecht gibt oder nicht.

Hier noch einmal die Partie gegen Bonn in der Live-Perspektive:

3.600 Fans. Tip-Off.

Starting-Five:   Nelson Weidemann, Isiaha Mike, Frantz Massenat, Darion Atkins, Trent Lockett.

Die ersten Punkte gehen als kleines Willkommensgeschenk an die Gäste aus Bonn (0:2). Doch Gastgeber sind immer noch die Chemnitzer, die mit Isiaha Mike die Partie für sich eröffnen (3:2).

Beide Mannschaften starten mit viel Energie in das Spiel, aber klar erkennbar: Die Chemnitzer sind in Wurflaune was die Dreierlinie anbelangt, Darion Atkins versenkt (6:5).

Die Chemnitzer zeigen sich heute deutlich sicherer in der Verteidigung als gegen Braunschweig, aber was sag ich, das habe ich ja schon einmal geschrieben, und dann drehte es sich in der zweiten Hälfte. Allerdings: Heute ist ein ganz anderer Spirit zu spüren. Eine Wiedergutmachung liegt in der Luft.

Die Chemnitzer können die Führung halten (9:7). Malte Ziegenhagen und Jonas Richter kommen in die Partie. Und schon packt auch der Kaptän seine Dreierwurflaune aus, erhöht auf 12:7. Nächste herausragende Szene: Nach einem starken Block des Chemnitzer Eigengewächs Jonas Richter und einem starken Rebound von Ziegenhagen wird das Ganze belohnt durch drei von Atkins, der heute ebenso deutlich besser ins Spiel findet (15:7).

Die Chemnitzer verteidigen was das Zeug hält. Mit Erfolg, der Vorsprung wächst (19:12) und wird durch den Litauer Minde Susinskas mit zwei glücklichen Freiwürfen ausgebaut. Chemnitz nun bislang mit der höchsten Führung (21:14).

Anspiel von Nelson Weidemann auf Darion Atkins, der macht die nächsten Punkte 23:19, besiegelt durch einen typischen Minde-Dreier (26:17). So kann es weitergehen.

Dass in der Partie viel Energie steckt, beweist der Leckerbissen-Dunk von Frantz Massenat, der mogelt sich durch die Bonner Verteidigung zum 28:19, die Bonner begegnen heute einer deutlich wacheren Mannschaft von Rodrigo Pastore, dem im Übrigen der erste Platz zur Wahl des Trainers des Jahres von seinem Gegenüber, dem Bonner Headcoach Isalo Tuomas weggeschnappt wurde.

Die Verteidigung bricht bislang nicht ab, Chemnitz bleibt defensiv stark.

Eine kurze Trockenphase der Chemnitzer wird von Jonas Richter gestoppt (30:23), der setzt einen obendrauf (33:23). Die Bonner lassen eine riesen Lücke, in der Jonas nur zu gern durch geht (35:25).

Die Gäste kommen wieder ein Stück näher, starten etwas aufgeweckter in die zweite Hälfte (43:38). Ausgleich (43:43). Air Canada alilas Mike hat aber was dagegen, setzt an für zwei, trifft (45:43). Nächster Befreiungsschlag: Jonas Richter für drei (48:43), Atkins setzt einen nach (50:43). Ausgleich ade. Lockett locker, Führung wieder auf 6 (52:46).

Freiwürfe Weidemann, erfolgreich für drei (55:46).

Die Bonner zeigen sich mit der einen oder anderen Entscheidungen der Unparteiischen unzufrieden, die Gäste geraten nun weiter ins Straucheln.

Die Fans geben heute den Takt vor. Nach der Pleite gegen Braunschweig sicher Balsam für die Seele. Die 59:46-Führung spricht dafür.

Minde baut den Vorsprung auf 14 aus (64:50). Ebendieser für weitere zwei (66:50).

Noch knapp zweieinhalb Minuten auf der Uhr, die Chemnitzer führen 84:58. Ich schätze, das Ding ist gegessen. Die Halle tobt und feiert. Der Tabellenführer Telekom Baskets Bonn muss sich in Chemnitz geschlagen geben. Die NINERS gewinnen mit 90:68.

 

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