Einen erfolgreichen Online-Shop eröffnen: Das sollten Sie beachten!

Um einen Online-Shop eröffnen zu können, bedarf es zunächst einen durchdachten Business-Plan. Foto: pexels.com

Kaum ein Markt wuchs in den letzten Jahren so rasant wie der Online-Handel. Daher entscheiden sich auch Gründer vermehrt dazu, einen eigenen Online-Shop zu eröffnen. Ob es nun einen Weg aus der Arbeitslosigkeit darstellen soll, ein Nebeneinkommen oder gar die Existenzgrundlage, ist zunächst einmal zweitrangig. Alle Shop-Besitzer durchlaufen anfangs ähnliche Phasen der Gründung und Positionierung auf dem Markt. Dabei ist es nicht ungewöhnlich, dass es einige Zeit dauert, bis das Geschäft wirklich angelaufen ist. Damit sich der Erfolg später jedoch dauerhaft einstellt, gibt es einige Dinge zu beachten.

Am Anfang steht der Businessplan

In den meisten Fällen machen sich Gründer zunächst auf den Weg zur Bank, wo sie sich finanzielle Unterstützung erhoffen. Um zu zeigen, dass das Unternehmen, das man gründen möchte, auch Hand und Fuß hat, benötigt es einen spezifischen Businessplan. Neben der konkreten Geschäftsidee beinhaltet er auch eine umfassende Marktanalyse, in der dargestellt wird, inwiefern ein Unternehmen sich durch Alleinstellungsmerkmale positionieren kann. Wer sich von anderen Wettbewerbsteilnehmern unterscheidet, hat langfristig höhere Erfolgschancen. Weiterhin enthält ein Businessplan die Investitions- und Finanzplanung inklusive aller laufenden Kosten, die anfallen werden. Dies ist nicht nur nützlich für die Bank: Auch Shop-Besitzer selbst haben auf diese Weise die Möglichkeit, sich umfassend mit ihren finanziellen Plänen und den Kosten auseinanderzusetzen, die auf sie zukommen werden.

Positionierung ist das A und O

Wer einen bestimmten Artikel kaufen möchte, kann über Giganten wie Amazon innerhalb weniger Tage jedes Produkt bestellen. Das macht es für kleinere Online-Shops deutlich schwerer, auf dem hart umkämpften Markt zu bestehen. Umso wichtiger ist es, sich klar zu positionieren und aus dem Überangebot hervorzustechen. Dazu gehört es zum einen, eine lukrative Nische zu finden. Zum anderen spielt auch die Kundenkommunikation eine große Rolle.

Wer seine Zielgruppe gut kennt, kann sie auch besser erreichen und versteht, auf welche Weise man mit ihr in Kontakt treten kann. Indem Sie Ihr Kundenbindung-Marketing optimieren, erzielen Sie auf Dauer höhere Umsätze und haben weniger Probleme mit der Abwanderung von Stammkunden. Eine klar definierte Zielgruppe trägt außerdem dazu bei, personalisierte Ansprachen und Marketing-Kampagnen erschaffen zu können, die Ihre Kunden dort abholt, wo sie stehen. Auch Social Shopping und Influencer-Marketing über Instagram, Tik Tok und Facebook können auf diese Weise präzise geplant werden.

Grundlegende SEO-Kenntnisse erarbeiten

Vor allem in den ersten Monaten nach der Gründung des Online-Shops wird vermutlich das Werbebudget eher klein ausfallen, da bisher wenig Gewinn erwirtschaftet wurde. Umso wichtiger ist es, sich ein wenig mit Techniken der Suchmaschinenoptimierung zu beschäftigen. Die ersten Kunden werden wohl kaum durch Empfehlungen oder Influencer-Marketing auf Sie aufmerksam, sondern weil Sie ein konkretes Produkt im Internet gesucht haben.

SEO hilft Ihnen dabei, in den großen Suchmaschinen überhaupt erst sichtbar zu werden. Da Suchmaschinenoptimierung schon bei dem grundlegenden Aufbau einer Website eine Rolle spielt, sollte sie von Anfang an mitgedacht werden. Wer sich nicht so umfangreich in die Thematik einarbeiten möchte, kann diese Arbeit auch gut an freiberufliche SEO-Experten und Agenturen abgeben. Hierbei müssen Sie mit Kosten von mehreren Tausend Euro rechnen, die sich jedoch langfristig lohnen können.

Kernkompetenzen aneignen

Um einen Onlineshop zu eröffnen, benötigt man zunächst keine konkrete Ausbildung und kein Studium. Da es sich um eine selbstständige Tätigkeit handelt, kann jeder damit beginnen, der sich dazu berufen fühlt. Allerdings sollte man vorab gut überprüfen, ob man wirklich für die Selbstständigkeit geeignet ist. Natürlich sind dennoch einige weitere Kompetenzen notwendig, um auf dem übersättigten Markt erfolgreich bestehen zu können. Die meisten davon können Sie sich jedoch mit der Zeit selbst aneignen. Egal ob es um Kenntnisse über die ideale Länge von E-Mails oder Selbstmanagement-Fähigkeiten wie Zeitplanung und Motivationsfindung geht. Wenn Sie einmal mit Ihrem Projekt gestartet sind, werden Sie über Trial-and-Error herausfinden, was funktioniert und was nicht.

Glücklicherweise ist es zudem immer möglich, sich mit anderen Gründern zu vernetzen, auszutauschen und sich von Experten beraten und weiterhelfen zu lassen. Grundsätzlich ist es jedoch wichtig, ein Verständnis für die Bedürfnisse Ihrer Kunden und die Gegebenheiten des Marktes zu entwickeln. Nur wer sich in seine Zielgruppe gut hineinversetzen kann, bietet auf Dauer immer wieder neuen Mehrwert. Da sich die rechtlichen Vorgaben für den Onlinehandel ständig verändern, ist es außerdem wichtig, auf diesem Gebiet am Ball zu bleiben und sich zu informieren. Andernfalls drohen schnell Abmahnungen oder Bußgelder. Zuletzt ist es unabdingbar, wirklich hinter den Produkten zu stehen, die man verkauft. Andernfalls wird es schwer, mit dem Optimismus und Tatendrang vorzugehen, den es benötigt, um auch über Durststrecken hinweg langfristig dabei zu bleiben.

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