Einsatz im Hochwassergebiet

Landrat Frank Vogel verabschiedet u. a. mit dem Präsidenten des DRK MEK, Dr. Wolfgang Jasper, in Zschopau die Kameradinnen und Kameraden des DRK MEK in den Einsatz. Foto: LRA/ Pechfelder

Erzgebirge. Auf Ersuchen der Landesregierung von Rheinland-Pfalz wurde heute (22.07.2021) der 2. Katastrophenschutz-Einsatzzuges des Erzgebirgskreises in das Hochwassergebiet im Raum Bad Neuenahr-Ahrweiler verlegt. Der aus 29 Kameradinnen und Kameraden des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Mittleres Erzgebirge bestehende Einsatzzug brach dabei am frühen Nachmittag mit insgesamt neun Fahrzeugen vom Sammelpunkt in der Großen Kreisstadt Zschopau nach Rheinland-Pfalz auf. Verläuft alles nach Plan soll der Konvoi gegen Mitternacht den zentralen Bereitstellungsraum auf dem Nürburgring in der Eifel eintreffen. Ab Freitagmorgen werden die Einsatzkräfte dann ihren Einsatz beginnen und die sanitätsdienstliche Versorgung evakuierter Bewohner vor Ort unterstützen. Der Einsatz ist zunächst bis zum 25.07.2021 geplant, könnte im Bedarfsfall aber auch verlängert werden.

Landrat verabschiedet Einsatzkräfte
Landrat Frank Vogel ließ es sich nicht nehmen, die Kameradinnen und Kameraden um Zugführer Enrico Müller persönlich zu verabschieden: „Ich danke Ihnen für Ihre Bereitschaft, die Menschen in den westdeutschen Hochwassergebieten in dieser schwierigen Situation zu unterstützen und wünsche Ihnen für die vor Ihnen liegenden Aufgaben viel Kraft.“ Mit diesem Einsatz werde auch ein Zeichen innerdeutscher Solidarität gesetzt, so der Landrat weiter. Zudem hätten Einsatzkräfte aus den jetzigen Katastrophengebieten seinerzeit auch im Freistaat Sachsen und auch im Erzgebirgskreis bei der Bewältigung der Hochwasserlagen der Jahre 1999, 2002 und 2013 unterstützt. „Für uns ist es daher selbstverständlich, die seinerzeit erlebte Solidarität in gleicher Weise zurückzugeben und den Menschen vor Ort die dringend benötigten Hilfen zukommen zu lassen.“ Neben Landrat Vogel verabschiedeten auch der Präsident des DRK Mittleres Erzgebirge, Dr. Wolfgang Jasper, und Präsidiumsmitglied Roy Müller die Kameradinnen und Kameraden persönlich in den Einsatz.

Hilfe weiterhin gefragt, aber an der richtigen Stelle

Bereits in der vergangenen Woche hatte der Landrat die Bevölkerung des Erzgebirgskreises zu Spenden aufgerufen. Während Geldspenden etwa für die Aktion „Sachsen hilft“ (Bank für Sozialwirtschaft; IBAN: DE30 8502 0500 0003 5760 13; BIC: BFSWDE33DRE) weiter gefragt sind, raten Hilfsorganisationen und auch der Kreisfeuerwehrverband Erzgebirge inzwischen aber von Sachspenden ab. Man komme mit der Verteilung schlicht nicht mehr nach, hieß es in verschiedenen Mitteilungen.

Ebenso bittet der Katastrophenschutz im Landratsamt Erzgebirgskreis um Verständnis, dass nicht jeder, der helfen wolle, auch zum Einsatz kommen kann. Dazu der zuständige Sachgebietsleiter Markus Hänel: „Viele Menschen aus Feuerwehren und Hilfsorganisationen, aber auch eine Menge Freiwillige darüber hinaus, wollen helfen. So erfreulich diese enorme Welle der Hilfsbereitschaft der letzten Tage ist, so bedarf es doch einer Koordination der Hilfeleistung und das bedeutet eben auch, dass Einsatzkräfte nur gezielt zum Einsatz kommen können. Ob und wann wir weitere Hilfskräfte entsenden können, wird in Zusammenarbeit mit den gemeinsamen Lagezentren von Bund und Land aufgrund vorliegender Hilfeersuchen entschieden. Bis es soweit ist, bitten wir darum, auf eigenständigen Aktionismus zu verzichten, da diese die Arbeit vor Ort erschwert und im ungünstigsten Fall die Helfer im Einsatzgebiet gefährdet.“

Quelle: LRA

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