Elternhäuser Karl Schmidt-Rottluffs sollen zugänglich gemacht werden

Brigitte Pfüller freut sich auf die ersten Gäste im Ensemble des Karl Schmidt-Rottlufff an der Limbacher Straße im Rahmen des Tag des offenen Denkmals. Foto: ihst

Brigitte Pfüller freut sich auf die ersten Gäste im Ensemble des Karl Schmidt-Rottlufff an der Limbacher Straße im Rahmen des Tag des offenen Denkmals. Foto: ihst

Chemnitz-Rottluff. Der 1884 in Chemnitz geborene Künstler Karl Schmidt-Rottluff stammt aus Rottluff. Dort sind bis heute noch die beiden Elternhäuser erhalten.

Der Ende 2014 gegründete Förderverein Karl Schmidt-Rottluff Chemnitz e.V. hat sich die Instandsetzung und den Betrieb der beiden Gebäude an der Limbacher Straße auf die Fahne geschrieben.

Das Ensemble besteht aus dem alten Mühlengrundstück, in dem die orginal Mühlentechnik noch erhalten ist und Karl Schmidt-Rottluff seine Kindheit verbrachte, sowie dem benachbarten Landhaus, in dem Schmidt-Rottluff als junger Mann nach dem Krieg lebte. Beide Häuser sind Eigentum der Stadt und stehen unter Denkmalschutz.

„Wir möchten den Komplex der Öffentlichkeit als kulturelle Begegnungs-, Veranstaltungs- und Bildungsstätte zugänglich machen“, erklärt Brigitte Pfüller, Vorsitzende des Vereins.

Im ersten Schritt soll dafür Strom, Heizung und Sanitäranlagen im Landhaus für rund 20.000 Euro wieder Instand gesetzt werden.

Das Gebäude selbst wurde bis um 2000 von Nachkommen der Schmidt-Rottluffs bewohnt und dann an die Stadt verkauft. Seitdem verfiel das Haus. Zudem hatten sich Einbrecher an den Versorgungleitungen im Gebäude zu schaffen gemacht.

Ein ganz schönes Mamut-Projekt hat sich der Förderverein auferlegt. Um noch etwas Karl Schmidt-Rottluff in seine alten Häuser zurückzuholen, plant die Kunstsammlung eine Ausstellung mit Schmuck des Künstlers im Landhaus.

“In keinem anderen Geburtsort eines Künstler hat man die Möglichkeit das Elternhaus für die Öffentlichkeit und die Kunst in der Art und Weise zugänglich zu machen”, so Pfüller.

Lange wurde in den beiden Objekten einfach nichts getan. Zwar wurde die Mühle 2009/10 von der Stadt durch Fördergelder saniert, allerdings bezog sich diese Instandsetzung auf das äußere Erscheinungsbild.

Im Inneren jedoch schlummert noch ein wahres Schmuckstück. Die alte eltktrisch betriebene Mühlanlage ist in ihrer Art einzigartig in Chemnitz und der Umgebung. Die Instandsetzung dieser ist jedoch nur langfristiges Ziel. Denn die Kosten belaufen sich auf weit mehr als 100000 Euro. Erst einmal sollen auch hier Strom, Wasser und Sanitärobjekte eingebaut werden.

„Dabei sind wir als Verein in den kommenden Jahren auf die Unterstützung der Stadt, Handwerkern, Banken sowie von Sponsoren und Spendern angewiesen“, so Pfüller und fügt dennoch hinzu:

„Für uns ist wichtig, dass wir so schnell wie möglich einen Mietvertrag von der Stadt bekommen. Nur so können wir mit der Sanierung beginnen.“

Der Antrag liegt bereits seit März der Stadt vor, eine Entscheidung erwartet der Verein nun in diesem Monat.

Zum Tag der offenen Denkmals (13. September) können Interessierte ab 14 Uhr erstmals das Ensemble seit 2011 wieder besichtigen.

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