Endlich wieder Gäste!

Jette Rüdiger und Robin Wendritsch freuen sich, endlich wieder Gäste im Miramar begrüßen zu dürfen.
Fotos (2): Judith Hauße

Das Bier fließt wieder, die Stimmung ist gut und das Wetter spielt auch mit. Gefüllte Bänke in der Gastronomie und zufriedene Gäste, die in den Restaurants und Cafes bei ausgelassener Atmosphäre sitzen.

Nebenher läuft in einigen Lokalen in Chemnitz die Fußball-Europameisterschaft 2020. Ein Hauch von „Public Viewing Light“ quasi. Doch die Gastwirte kennen auch die Schattenseite der monatelangen Durststrecke in der Branche. Zahlreiche Lokalinhaber suchen händeringend Personal.

Die aktuelle Branchenumfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands, Dehoga zeigt außerdem: Fast jeder zweite Betrieb bange um seine Existenz, heißt es. Zudem haben viele Betreiber in der Branche trotz möglicher Öffnungen weiterhin geschlossen.

Entweder reiche das vorhandene Personal nicht mehr, andere wiederum beklagen, eine Eröffnung unter den gegebenen Corona-Auflagen sei nicht kostendeckend. Auch in Lokalen in Chemnitz kennt man die zwei Seiten der Wiedereröffnung.

Gefüllte Bänke in der Gastronomie und zufriedene Gäste, die in den Restaurants und Cafes bei ausgelassener Atmosphäre sitzen. Vor wenigen Monaten undenkbar. Inzwischen sind die Restaurants, Cafés und Kneipen wieder mit Leben gefüllt. „Wahnsinn, wie die letzten Wochen der Wiedereröffnung liefen“, fasst Miramar-Restaurantleiter Robin Wendritsch zusammen. Die Stimmung bei den Gästen sei anders als nach dem ersten Lockdown, „ausgelassener“, ergänzt ihn SEG-Marketing-Chefin Jette Rüdiger. „Die Gäste haben großes Verständnis für die Corona-Auflagen. Darüber sind wir sehr dankbar. Das macht es für alle leichter“, sagt sie.

Generell seien alle wieder positiver. Das merkt das Team im Miramar mittlerweile täglich. „Das Telefon hält nicht mehr still“, sagt Robin Wendritsch. „Wir sind jeden Tag sehr gut ausgelastet. Gäste, die telefonisch nicht durchkommen, sollten deshalb lieber auf unserem Online-Reservierungssystem oder per Mail buchen.“

Im Milchhäuschen am Schlossteich ist Betreiberin Silke Hirsch ebenso froh über die wachsende Gästezahl. „Es läuft wieder an. Es kommen wieder mehr Leute ins Restaurant“, so Hirsch.

Dank niedriger Inzidenzzahlen (7-Tage-Inzidenz am Mittwoch, 23. Juni: 2,0) können Gäste außerdem in verschiedenen Restaurants der Stadt sogar die Spiele der Fußball-Europameisterschaft 2020 schauen, auch im Miramar. „Wir haben im Biergarten eine große LED-Wand, auf der wir alle im Free-TV laufenden Spiele übertragen“, erklärt Wendritsch.
Für die enorme Auslastung brauche es allerdings auch Personal. Einige Mini-Jobber seien nicht mehr da, arbeiten jetzt im Supermarkt oder in den Testzentren. „Es ist schon eine große Herausforderung, man kommt an seine Grenzen. Aber nach und nach sollten wieder die ersten Anfragen kommen“, bleibt er optimistisch.

 

Bella Italia statt Corona-Frust

Arben Ebibi darf endlich wieder seine Gäste im Ristorante Nuova Italia mit italienischen Köstlichkeiten glücklich machen. Foto: Privat

Arben Ebibi hat endlich gut Lachen. Eigentlich wollte er sein „Ristorante Nuova Italia“ in der Clausstraße 76-80 (ehemals Restaurant Zum Rabe) bereits Anfang November eröffnen, aber wie überall kam der Lockdown. Sieben lange Monate musste er nun warten, um seine Gäste mit leckeren italienischen Köstlichkeiten von Minestrone über Pizza, Pasta oder Bistecca alla Griglia (Rumpsteak vom Grill) bis zu einem leckeren Tiramisu verwöhnen zu können. Um jedoch sicher einen Platz zu bekommen, empfiehlt sich die Reservierung (0371-5604080).

Fortuna im Glück: Im Keglerheim rollts wieder

Rainer, Dieter, Klaus, Volker, Jörg und Harald vom Kegelklub „Fortuna” trafen sich am 18. Juni nach monatelanger Pause wieder auf ihrer Keglerheim-Bahn. Die Berbisdorfer Jungs Mick (6) und Piet (3) kamen mit den Großeltern zum Abendessen in das Gasthaus und waren happy, selber ein paar kleine Kugel rollen zu dürfen. Den alten Kegelbrüdern gefiel’s, schließlich ist Nachwuchs in ihrem Klub willkommen. Foto: Olaf Seifert

Erstmals seit Anfang November durften die Mannen vom Kegelklub Fortuna im Chemnitz-Einsiedler Ortsteil Berbisdorf wieder ihre Kugeln schieben. Am Freitag vergangener Woche kamen sie auf ihre Hausbahn in der Gaststätte „Keglerheim” zum Feierabendturnier. „Wir sind insgesamt acht Hobbysportler und der Spaß steht für uns im Vordergrund. Wer Lust hat, ist herzlich eingeladen mit zu kegeln, Profiqualitäten werden nicht verlangt.

Nach der monatelanger Pandemiepause sind wir froh, wieder alle 14 Tage aktiv sein zu dürfen. Zwischendurch genießen wir die gute Hausmannskost beim ,Ott’, wie das Gasthaus im Ort heißt, und ab und an ein Bierchen”, freut sich Harald Friedrich aus der Runde. Ihr Sport hat im „Keglerheim” lange Tradition, wie Urkunden aus den frühen 1960er-Jahren verraten. Nächster Kegeltermin ist Dienstag, der 6. Juli ab 19 Uhr. Bei Interesse einfach im Gasthaus „Keglerheim” melden.os

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