Er geht am Montag

Die beiden neuen Vorstände Ruben Meyer und Danilo Panian bedanken sich bei bei Rainer Sonntag für sein jahrelanges herzliches Engagement in der Diakonie Erzgebirge.
(Foto: Natalie Scheffler)

Vorstand der Diakonie Erzgebirge Rainer Sonntag geht in den Ruhestand

Aue-Bad Schlema. Montags im Kulturhaus Aue: Noch vor der Festveranstaltung bildet sich eine Schlange vor Rainer Sonntag. Alle sind sie gekommen, um sich persönlich bei ihm zu bedanken und ihm Geschenke zu überreichen. Darauf folgen zahlreiche Lobesreden auf der Bühne, u.a. von den Bürgermeistern der Region, Landrat Frank Vogel, Altbischof Jochen Bohl und Oberkirchenrat Dietrich Bauer, dem Vorstand der Diakonie Sachsen. Lustige Begebenheiten werden erzählt, alte Fotos herausgekramt und ingesamt fallen sehr emotionale Worte. Rainer Sonntag hinterlässt nicht nur einen bleibenden Eindruck, er war das Gesicht der Diakonie Erzgebirge. „Er lässt einen Teil seiner Lebensaufgabe zurück und man lässt ihn nur ungern gehen. Er hat jahrelang nicht nur gewirkt in der Diakonie, sondern vor allem bewirkt. Gemeinsam mit Menschen an seiner Seite hat er etwas bewegt“, so Landrat Frank Vogel. Nach seiner 20-jährigen Tätigkeit als Vorstand des Diakonischen Werkes beendet Rainer Sonntag nun seinen Dienst und verabschiedet sich in den wohl verdienten Ruhestand.

Über drei Jahrzehnte hat Rainer Sonntag das Diakonische Werk Aue/Schwarzenberg mit großem Engagement geprägt. Durch seinen unerschütterlichen Glauben an Gott und seine Warmherzigkeit konnten unter seiner Führung traditionelle Arbeitsgebiete wachsen und neue entstehen. Er sagte einmal: „Ich liebe die Kirche und meine Frau.“ Sein Leben widmete er der Diakonie, hatte dabei aber immer familiäre Unterstützung.

Allerdings startete seine berufliche Laufbahn an ganz anderer Stelle. Zunächst hatte er bei der Diakonie als Friedhofsmeister angefangen. Später übernahm er mit seiner Frau die Heimleitung im Betlehemstift Zwönitz. Vor zwanzig Jahren wurde ihm dann die Aufgabe des Vorstandes übertragen. Das sollte eigentlich nur für ein Jahr sein, aber aus einem wurden schließlich zwanzig Jahre. „Es gibt den Sonntag, Gott sei Dank!“ bezog sich zwar eigentlich auf die Andachten am Sonntag, passt aber auch in dieser Situation. Die Staffelstäbe übergab er nun aber an seine beiden Nachfolger Ruben Meyer und Danilo Panian, die nun den Vorstand der Diakonie Erzgebirge – der Fusion aus Diakonie Aue-Schwarzenberg sowie Annaberg-Stollberg – übernehmen.

Als eine der letzten Amtshandlungen begleitete Rainer Sonntag vergangene Woche die feierliche Einweihung des Andachtsraumes im Diakonischen Pflegeheim Albert-Schweizer-Haus am Hofgarten in Schwarzenberg. Der Neubau soll für die Heimbewohner als Ort des Innehaltens und der Begegnung mit Gott dienen. Gesegnet wurde der Raum von Dieter Bachmann, dem Superintendent des Kirchenbezirks Aue, sowie Pfarrer Hans Zink aus Neuwelt.

 

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