Eric Frenzel: In Startposition

Eric Frenzel. Foto: Marion Grumbt

Erzgebirge. Der Weltstar und der WochenENDspiegel – die Verbindung bleibt auch bis ins Jahr 2021 aktuell.
Schon seit 2014 schreibt Eric Frenzel, der King of NoKo, für unsere Leser. Damals konnten sie den Spitzensportler auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Sotschi und dort während der Wettkämpfe begleiten, mitlesen, wie er sich die Goldmedaille sicherte. Immer ganz nah dran, immer informiert über die Dinge, die passieren, wenn die Scheinwerfer für die Fernseh-Kameras ausgegangen sind.
Das wird sich in diesem und dem nächsten Jahr nicht ändern. Eric springt von den Schanzen, kämpft in den Loipen und greift anschließend in die Tasten, um im WochenENDspiegel darüber zu schreiben, wie er sich nach Siegen oder Niederlagen fühlt, was er abseits der Wettkämpfe erlebt und welche Gedanken er sich macht.

 

Durchstarten
Von Eric Frenzel
Während die Weltcupsaison vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie etwas holprig begann und einzelne Weltcups von den Veranstaltern sogar abgesagt und hierdurch Lücken in den Terminkalender gerissen wurden, steht uns nun ein straffes Programm bis zu den Heimweltmeisterschaften in Oberstdorf bevor, darunter auch Weltcuporte mit drei Wettkämpfen.
Die bestehenden Rahmenbedingungen haben wir im Team gut antizipiert. Die Teamgesundheit und damit natürlich die eigene sind zu erhalten, um keine Infektion zu bekommen oder eine Quarantäne, weil ein Mannschaftsmitglied erkrankt wäre. Dies erfordert ein klares Konzept, das konsequent gelebt werden muss und mittlerweile schon in Fleisch und Blut übergegangen ist. Bevor wir als einzelnes Teammitglied zur Mannschaft stoßen, sind wir gehalten, selbst Schnelltests durchzuführen. Das ist für mich persönlich angenehmer als durch Dritte getestet zu werden. Ist der Schnelltest wie erhofft, negativ, so gibt es grünes Licht für die Anreise mit dem Pkw zum Flughafen. Im Auto tragen wir bei Mitfahrern eine FFP-2 oder FFP-3-Maske. Das Zusammentreffen mit der übrigen Mannschaft und die weitere Anreise zum Weltcuport stehen dann unter dem Zeichen der gebotenen Regeln: Maske tragen, Abstand halten, Hände desinfizieren, keine Körperkontakte
Am Veranstaltungsort haben die Veranstalter gute Sicherheitskonzepte, doch es gibt natürlich auch Schwachpunkte wie z.B. die Nähe zum Mitbewerber ohne Maske beim Start und Lauf in der Loipe. Eine Infektion schwebt demnach schon wie ein kleines Damoklesschwert über uns allen. Ein jetziger Ausfall würde die Chancen im Gesamtweltcup drastisch mindern und vielleicht den Start bei der Heim-WM gefährden.
Es ist und bleibt eine besondere Saison und keiner weiß, wie sich die Dinge entwickeln und was dabei herauskommt. Sollte alles normal und ohne Ausfälle ablaufen, wird es nun auch eine spannende Saison. Als deutsche Mannschaft haben wir uns in diesem Winter gleich mit ordentlichen Ergebnissen zurückgemeldet. Kein Wettkampf endete ohne Podestplatz eines Deutschen. In der Zusammenschau der Ergebnisse kann man von einem Wiedererstarken des deutschen Teams sprechen, während die Norweger insgesamt etwas schwächer performen, ihren Dominator Riiber einmal ausgeklammert; das lässt natürlich für die weltmeisterschaftlichen Teamwettwerbe hoffen. Dank unserer Bemühungen rund um das Skispringen, die maßgeblich von unserem neuen Skisprungtrainer Kuttin getragen werden, sind wir insgesamt auf einem guten Weg. Die bevorstehenden Wettbewerbe werden mehr als einen Fingerzeig geben, ob wir auf gleicher Augenhöhe mit den Norwegern um WM-Medaillen kämpfen werden. Ich persönlich gehe davon aus und bin nach den vielen Podestplätzen in den ersten Wettkämpfen sehr zuversichtlich gestimmt. Wir starten jetzt Richtung Heim-WM richtig durch!

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