Ermittlungsgruppe „Eurasien“ stellt Diebesgut sicher

Mehreren mutmaßlichen Langfingern wurde jetzt das Handwerk gelegt. Symbolbild: fb/Archiv

Chemnitz. Im Zuge umfangreicher Ermittlungen der Chemnitzer Kriminalpolizei zu einer Vielzahl von Einbrüchen im Chemnitzer Stadtgebiet wurden gestern Vormittag zwei weitere Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Dabei stellten die Beamten der Ermittlungsgruppe „Eurasien“ weiteres mutmaßliches Diebesgut sicher. Nach einer Vielzahl von Einbrüchen in Wohnung sowie Einfamilienhäuser im Stadtgebiet Chemnitz seit Herbst 2017 hatte die Chemnitzer Kriminalpolizei Anfang März eine Ermittlungsgruppe ins Leben gerufen.

Bereits zu Beginn bestand der Verdacht, dass es sich um Täter aus dem südosteuropäischen Raum handelt. Die EG „Eurasien“ befasst sich nunmehr mit über 140 Fällen Der Ermittlungsgruppe sind ständig vier Mitarbeiter zugeordnet. Lagebedingt wird die EG durch weitere Kollegen unterstützt. Derzeit ermitteln in der EG „Eurasien“ sechs erfahrene Kriminalisten. Deren kriminalistische Kleinarbeit hatte zuletzt Mitte Mai zur Festnahme von vier Tatverdächtigen zu verschiedenen Einbrüchen geführt. Die eine Frau und drei Männer befinden sich seither in Untersuchungshaft (wir berichteten).

Damit wurden seit Ende des vergangenen Jahres insgesamt zehn des Wohnungseinbruchs beschuldigte Tatverdächtige auf Grundlage der Ermittlungen der EG “Eurasien“ inhaftiert. Im Zuge der umfangreichen Ermittlungen sind nun zwei weitere Männer (31/38) verdächtig, ebenfalls mit den Einbrüchen in Verbindung zu stehen. Für deren Aufenthaltsorte wurden nach Antrag der Staatsanwaltschaft Chemnitz durch das Amtsgericht Chemnitz Durchsuchungsbeschlüsse erlassen. Dienstagmorgen wurden diese vollstreckt. Die Ermittler durchsuchten gestern bis in die Nachmittagsstunden mit Unterstützung der sächsischen Bereitschaftspolizei zwei Wohnungen im Ortsteil Kappel. In diesen trafen die Polizisten, neben den beiden bereits bekannten Tatverdächtigen, drei weitere Männer (33/39/43) an. Es besteht der Verdacht, dass auch sie mit den Einbrüchen in Verbindung stehen.

Zudem hat die Polizei mit Bezug auf diese drei Männer Ermittlungen wegen des Verdacht der Urkundenfälschung sowie Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz aufgenommen. In den beiden Durchsuchungsobjekten konnten die Ermittler mutmaßliches Diebesgut sicherstellen. Darunter sind elektronische Geräte (Laptops und Handys) sowie verschiedene Schmuckstücke. Schwerpunkt der weiteren Ermittlungsarbeit wird nun sein, die sichergestellten Gegenstände Einbrüchen zuzuordnen, bei denen sie entwendet wurden. Weiterhin wurde gestern auch ein Pkw BMW durchsucht, den die Ermittler den Tatverdächtigen zuordnen. Das Fahrzeug wurde anschließend für weitere Untersuchungen sichergestellt. Bei den gestrigen Durchsuchungsmaßnahmen waren insgesamt 58 Beamte im Einsatz. Die Ermittlungen der EG „Eurasien“ wegen des Verdachts des schweren gewerbsmäßigen Bandendiebstahls dauern an.

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