Erst ausgegraben und nun ausgestellt: Aktuelle archäologische Funde aus Chemnitz im smac zu sehen

Dr. Sabine Wolfram (l.) und Dr. Christiane Hemker bestaunen Funde, die bei Ausgrabungen neben dem smac entdeckt wurden. Fotos: Cindy Haase

Chemnitz. “Wir werden von interessierten Bürgern immer wieder nach Ergebnissen von Grabungen gefragt”, erzählt Dr. Christiane Hemker, Referatsleiterin Südwestsachsen beim Landesamt für Archäologie in Sachsen. So auch bei den beiden jüngsten Projekten an der Chemnitzer Bahnhofstraße (C-36 genannt) und am Getreidemarkt (C-33 genannt). Deshalb habe man sich ein neues Format einfallen lassen. Ab heute und noch bis zum 7. Juli können im Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz (smac) nun erste Ergebnisse der Grabungen an der Bahnhofstraße bestaunt werden.

Im stilechten Ambiente mit Grabungszelt wird die Ausstellung gezeigt.

“Das ist natürlich auch für uns als Museum ein Glücksfall, dass genau nebenan gegraben wird”, freut sich Dr. Sabine Wolfram, Leiterin des smac. Etwas Besseres könne einem Archäologiemuseum gar nicht passieren. Die große Stadtkerngrabung wurde im März 2019 nach sechs Monaten erfolgreich abgeschlossen. Auf dem Areal haben nun die Bauarbeiten für die Errichtung der neuen Zentrale des Energieversorgers eins begonnen.

Auf dem etwa 5.700 Quadratmeter großen Areal konnte das Landesamt für Archäologie Sachsen spannende Strukuren dokumentieren und zahlreiche Funde bergen.  Zu diesen gehören ein bronzener Fingerring mit Kreuzzier, der im frühestens Siedlungshorizont des 13. Jahrhunderts gefunden wurde. Bemerkenswert simd auch elf kleine Öfen, die auf ein intensiv betriebenes und feuergefährliches Handwerk vor den Toren der Stadt belegen.

Führungen
Im Rahmen der Europäischen Archäologietage 2019 finden am 14. Juni zwischen 11 und 15 Uhr zu jeder vollen Stunde kostenfreie Führungen durch die Ausstellung statt. Am Grabungspunkt Getreidemarkt finden am 15. und 16. zwischen 10 und 15 Uhr statt.

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