Erstes Welterbe-Schild steht

Das Welterbeschild steht seit 7. Juli an der A 72, soll Touristen ins Erzgebirge locken. Foto: Schilderwerk Beutha

Ein Hingucker!

Von Sven Günther
Erzgebirge. Hoffentlich folgen möglichst viele diesen beiden Schildern. An der A 72 zwischen Zwickau Ost und West sowie an der A 4 zwischen Glauchau und Hohenstein-Ernstthal werden bald zwei touristische Hinweisschilder Autofahrer in die Welterberegion Erzgebirge locken. Das erste wurde am 7. Juli an der A 72 aufgestellt.

Matthias Lißke, Chef der beantragenden Wirtschaftsförderung Erzgebirge, verrät: „Sie werden im Schilderwerk Beutha hergestellt und von den Mitarbeitern auch aufgestellt. Die verkehrsrechtlichen Zusagen liegen vor.“ Der Komplettpreis (Entwurf, Herstellung, Montage) für beide Schilder liegt bei 15.000 Euro. Eine Investition, die sich lohnen könnte. Laut einer Studie von Professor Sven Groß von der Hochschule Harz in Wernigerode hat jeder sechste Autofahrer aufgrund der Schilder bereits eine der Regionen spontan besucht, zwei Drittel konnten sich an konkrete Inhalte erinnern. Nur vier Prozent gaben an, noch nie eine solche Tafel gesehen zu haben. An deutschen Autobahnen gibt es 3400 mit 1800 Motiven, die meisten mit rund 800 in Bayern.

“Speziell für das Erzgebirge bietet der Welterbetitel die Chance, internationale Aufmerksamkeit zu erlangen und die Region als bedeutenden Teil der über 1.000 Jahre alten Kulturlandschaft Sachsens mit ihren charakteristischen Merkmalen national und weltweit noch stärker in den Fokus der touristischen Vermarktung zu rücken”, so Wirtschaftsminister Martin Dulig. “Die Hinweisschilder an der Autobahn sollen auf die Region aufmerksam machen. Zahlreiche Ausstellungen, Veranstaltungen und Sehenswürdigkeiten laden dazu ein, die Bergbaugeschichte zu erkunden – vom Besuch im Schaubergwerk über Abstecher zu Kirchen und Museen bis zur Radtour durch die Kulturlandschaft.”

Annett Mrowczynski vom Schilderwerk Beutha war an der Entwicklung und Herstellung der  Welterbe-Hinweiseschilder mit beteiligt. Foto: Harry Härtel

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