Erstmals flächendeckendes WLAN-Netz

Staatssekretär Stefan Brangs (Mitte) überreichte auf der Naturbühne Greifensteine an Landrat Frank Vogel (2.v.l.) den Fördermittelbescheid unter Anwesenheit der Landtagsabgeordneten Simone Lang (li.) sowie Markus Wiesenhütter, stellv. Bürgermeister von Ehrenfriedersdorf (2. v. r.), und Christopher Scholz, Breitbandkompetenzzentrum Sachsen (re.).
Foto: John/LRA

Ehrenfriedersdorf. Dieses Vorhaben ist in Sachsen derzeit einmalig. Schon bald soll im Erzgebirgskreis ein flächendeckendes WLAN-Netz vorhanden sein. Hierzu wurden im Vorfeld für 34 Kommunen die möglichen Standorte untersucht, wofür der Landkreis bereits vor zwei Jahren Fördermittel des Freistaates in Anspruch nahm, um die genauen Standorte der WLAN-Hot-Spots zu evaluieren und ein einheitliches Anmeldesystem zu schaffen, so die Information aus dem Landratsamt. Dazu erklärt Landrat Frank Vogel: „23 Kommunen wollen zukünftig in öffentlichen und touristischen Orten und Plätzen freizugängliches WLAN bereitstellen und tragen dafür einen Eigenanteil und die anfallenden Betriebskosten. Damit bieten wir nicht nur Bürgerinnen und Bürgern einen Mehrwert, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag für die touristische Entwicklung unserer Region.“

Um das Projekt, welches für andere sächsische Kreise natürlich eine gewisse Vorbild-Funktion erfüllt, zu realisieren, wird der Landkreis von Dresden weiterhin finanziell unterstützt, um genau zu sein mit 840.000 Euro. Den Fördermittelbescheid dafür übergab nun Staatssekretär Stefan Brangs am Freitag (06.07.2018) an den Landrat. Brangs, der gleichzeitig Beauftragter der Staatsregierung für Digitales ist, erklärte: „Ich freue mich, heute den Startschuss für dieses für Sachsen bisher einmalige Hot Spot-Projekt geben zu können. Die Tourismusregion Erzgebirge rückt so noch ein Stückchen enger zusammen. Für die Besucherinnen und Besucher ist kostenloses WLAN eine wichtige Ergänzung des touristischen Angebots vor Ort. Ich hoffe, dass viele Regionen diesem Beispiel folgen werden.“

Somit kann jetzt mit den für die Umsetzung erforderlichen Baumaßnahmen begonnen und Hot Spots an 48 Standorten in vielen Fällen mit mehreren Access Points installiert werden. Die  Umsetzung des Projekts soll unverzüglich beginnen, da man sich zum Ziel gesetzt hat, die ersten Hot Spots noch in diesem Jahr in Betrieb zu nehmen.
Insgesamt rechnet der Landkreis mit Gesamtkosten in Höhe von reichlich 1 Millionen Euro.

So weit, so gut. Stellt sich nun noch die Frage, ob der WLAN-Betreiber bei Missbrauch, wie illegalen Downloads ect., belangt werden kann. Mitnichten, da der Bundestag das Telemediengesetz geändert und die so genannte Störerhaftung abgeschafft hat. Gleichzeitig haben aber YouTube und Co. das Recht, bei den Betreibern den Zugang zu Inhalten sperren zu lassen.

Holger Vorberg, Sachgebietsleiter SG Kreisplanung/Kreisentwicklung ergänzt: „Die Hot-Spots stellen keinen Ersatz für einen Regelanschluss der Anwohner dar, dies würde das kostenfreie Angebot überlasten.“

Hier sollen demnächst WLAN-Hot-Spots entstehen

(Quelle: LRA Erzgebirgskreis)

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