Erzgebirge wird wieder zum Tatort

Kommissar Robert Winkler (Kai Scheve, l.) und Kommissarin Karina Szabo (Lara Mandoki, M.) trauen den Ausführungen von Bienenzüchter Ronny Beer (Kai Schumann, r.) nicht wirklich. Foto: ZDF/Uwe Frauendorf.

Es wird wieder gemordet im beschaulichen Erzgebirge. Teil vier der Erzgebirgskrimi-Reihe im ZDF kommt. Am 16. Oktober soll der Streifen mit dem Titel „Der letzte Bissen“ im Öffentlich-Rechtlichen ausgestrahlt werden. Darin dreht sich alles um den die Sagen über Karl Stülpner.

Der Erzgebirgs-Krimi um Hauptdarstellerin und Botschafterin des Erzgebirges, Teresa Weißbach, zog bisher Millionen Menschen vor die Fernsehbildschirme. Allein acht Millionen Zuschauer erreichte der dritte und bisher erfolreichste Teil „Der Tote im Burggraben“.

Darum geht es diesmal:

Die Morde an einem Richter und einem Großbauern lassen die Sage des „Robin Hood des Erzgebirges“ aufleben und führen Kommissar Winkler auf die Naturbühne Greifenstein.

Richter Drösser wird in seinem Jagdrevier erschossen. Kommissar Winkler und Kollegin Szabo wird schnell klar, dass viele einen Grund hatten, sich an Drösser zu rächen. Der Richter urteilte immer zu Gunsten seines Jagdfreundes, dem Großbauern Arnold Huber.

Drösser wurde mit einem historischen Vorderlader erschossen , so das Gerücht, dass der legendäre Karl Stülpner auferstanden sei und wie schon im 18. Jahrhundert gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit kämpft. Und ein solcher Vorderlader wurde in der Naturbühne Greifenstein gestohlen, wo eine Theatergruppe ein Stück über den Volkshelden Karl Stülpner probt. Als auch der Großbauer Arnold Huber einem Anschlag zum Opfer fällt und Försterin Saskia Bergelt in der Nähe des Tatorts Requisiten findet, gerät auch Theaterleiter Jörg Reissmann in den Kreis der Verdächtigen. Die Ermittlungen auf Hubers Hof und die Befragung seiner Frau Agnes und seinem Vorarbeiter Sebastian bringen aber keine neuen Erkenntnisse.

Der Hauptdarstellerin sind die Geschichten um Karl Stülpner nicht unbekannt. „Natürlich kannte ich den „Robin Hood des Erzgebirges“. Hiesige Theatergruppen spielen oft Stücke über die Lebensgeschichte dieses Volkshelden. Es gibt viele Erzählungen und Legenden über den Stülpner Karl und einen großartigen Film des DDR-Fernsehens mit Manfred Krug zum Beispiel, den ich liebe. Auch das Kinder- und Jugendtheater, dem ich früher angehörte, hat Stülpners Geschichten regelmäßig auf die Bühnenbretter gebracht.“

Fir die 40-Jährige ist klar:  „Die Menschen im Erzgebirge sind sehr traditionsbewusst.“ Regelmäßig stattfindende Feste, Märkte und Umzüge würden hierfür ein lebendiges Abbild geben.

„Viele Theater mit entsprechenden Stücken und jetzt sogar die ZDF-Reihe sind ein Beleg dafür, wie lebendig diese Sagen und Bräuche noch heute sind“, so die Schauspielerin.

Vor allem die Kulisse der Greifensteine begeisterten die Produzenten des Films, Rainer Jahreis und Clemens Schäffer für den viertel Teil: „Die Naturbühne Greifenstein war ein tolles und aufregendes Motiv, denn wir durften hier ein Theaterstück auf die Bühne bringen, das es real gar nicht gibt. Unsere Ausstattung war so echt, dass einige Passanten geglaubt haben, es würde tatsächlich „Das Stück vom Stülpner Karl“ aufgeführt.“

 

 

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