Es boomt – nur wann?

Staatsministerin Barbara Klepsch beim Durchblättern des Begleitbandes der Landesausstellung. Foto: Alice Jagals

Sachsen. Die Landesausstellung wird stattfinden. Doch wann, ist noch nicht klar. Auch nicht, wie das Ganze in den einzelnen Ausstellungsorten ablaufen soll. Fakt ist dabei, dass die Ausstellung allein aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen teurer werden wird. Denn neben einer sicherlich verlängerten Leihgabe-Zeit, verdoppelt sich in manchen Bereichen das Personal, beispielsweise um Schulklassen zu teilen und sie in kleineren Gruppen zu führen.

Eigentlich hätte es am vergangenen Freitag einen Festakt für die Eröffnung der Landesausstellung in der Zentralausstellung in Zwickau gegeben. So blieb es lediglich bei einem Rundgang für Journalisten, die trotz allem noch viel Phantasie brauchten, um sich das Endresultat vorzustellen. So würde es zwei Wochen vor Eröffnung aussehen. Foto: Alice Jagals

Sollte es am vergangenen Freitag eigentlich zu einem großen Festauftakt für die Eröffnung der seit Jahren geplanten Landesausstellung kommen, war es lediglich zu einem Journalistentreffen in der Zentralausstellung gekommen. Die Organisatoren machten deutlich, dass die Landesausstellung stattfinden wird, „das allerdings schrittweise unter entsprechenden Bedingungen“, sagte Staatsministerin Barbara Klepsch in Bezug auf die Corona-Schutzmaßnahmen.

Geht es nach Barbara Klepsch, so könnten erste Museen generell im Mai wieder öffnen. Einen Eröffnungstermin für die Landesausstellung sieht sie eher zu Beginn der Sommerferien. „Ich hoffe es. Außerdem kann die Ausstellung während des Urlaubs in Sachsen ein guter Ausflugstipp sein.“

So lief der Shutdown für die Verantwortlichen ab

„In der zwölften Kalenderwoche erreichte uns der Shutdown. Wir waren gerade dabei die Leihgaben abzuholen. Die Speditöre standen Mitte März vor verschlossenen Türen. Außerdem folgten Einreisestopps aus dem Ausland“, erklärt Kurator Thomas Spring die Situation.

So geht es weiter

Derzeit gibt es Abstimmungen unter den Partnerausstellern. Außerdem wird sich mit Sponsoren wie der Ostdeutschen Sparkassenstiftung beraten, die weiter hinter dem Projekt steht. Weiterhin könne man sich vorstellen, die Ausstellung auch länger laufen zu lassen, sofern das im jeweiligen Ort möglich ist. Fakt ist aber, dass es los gehen wird. Geplant werden auch alle hygienischen Maßnahmen. „So könnten zum Beispiel in der Zentralausstellung bis zu 140 Personen gleichzeitig im Hause sein“, sagt Landesausstellungskoordinator Prof. Klaus Vogel.

Die aktuelle Corona-Problematik wird auch im Zentrum des Begleitprogramms zur Zentralausstellung stehen. Da es

Landesausstellungskoordinator Prof. Klaus Vogel, Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch und Kurator Thomas Spring stellen den Begleitband der Landesausstellung im Ausstellungsraum der Zentralausstellung vor. (v.li.n.re.) Foto: Alice Jagals

vorerst nicht mehr live stattfinden kann, werden Teile des Programms jetzt als Video- und Podcast-Reihe produziert. Zum Auftakt wird schon im Mai ein Gespräch von Kulturministerin Barbara Klepsch und Wirtschaftsminister Martin Dulig über die Folgen der Corona-Krise für Kultur und Wirtschaft des Freistaats online verfügbar sein. Moderiert wird die Reihe vom Leipziger Journalisten Cornelius Pollmer.

Buch zur Landesausstellung

Thomas Spring stellte während der Presskonferenz auch den fertiggestellten Katalog zur Landesausstellung vor. Wissenschaftliche und journalistische Beiträge namhafter AutorInnen veranschaulichen darin die Entwicklungen und Innovationen Sachsens zwischen Technik und Gesellschaft. Der 384 Seiten starke Band ist im Sandstein-Verlag, Dresden erschienen.

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