Esse der Nickelhütte in Aue bald Geschichte

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Blick auf den Spezialbagger und die im Rückbau befindliche Esse. Fotos: Daniel Unger

Aue. Nicht mehr lang, dann ist ein Wahrzeichen von Aue Geschichte: Eine Esse der Nickelhütte Aue GmbH wird in diesen Tagen abgetragen. Jedes “Poch, poch, poch”, das die Auer derzeit hören, bringt den ehemals 170 Meter hohen Schornstein ein wenig mehr der Vergangenheit nahe. Das Besondere: die Esse wird nicht einfach weg gesprengt sondern mit einem Spezialbagger Meter für Meter abgetragen. Eine Sprengung schied aus, weil die Folgen von aus dieser Höhe herunter fallenden Betonteilen unkalkulierbar erschienen.

Eigentlich sollte schon im Herbst 2015 das Wahrzeichen aus dem Stadtbild verschwunden sein. Doch die Demontage eines Mobilfunkmastes verzögerte das Ansinnen. Nun ist das Aus für die Esse aber nur noch eine Frage der Zeit. Stunde um Stunde kämpften sich die Mitarbeiter einer Cloppenburger Firma mit ihrem schweren Gerät durch den 20 Zentimeter dicken Beton. Vier Meter werden so pro Tag abgegtragen. Trost für die Auer: eine der beiden Essen bleibt stehen, so dass man die Erzgebirgesstadt trotzdem noch gut von Ferne ausmachen kann.

Die Nickelhütte Aue GmbH blickt auf eine 400-jährige Geschichte als Hütten- und Recyclingbetrieb zurück. 1635 wurde sie als Blaufarbenwerk gegründet. Die Nickelhütte Aue ist auch heute noch eine moderne Produktionsstätte für reine Nichteisenmetalle wie Nickel, Kupfer, Kobalt und andere.

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