Explosionsgefahr am Amtsgericht Marienberg

Gegen 11 Uhr musste der Gefahrenzug der Feuerwehr zum Amtsgericht Marienberg ausrücken. Grund: Ein Brief mit weißem Pulver und Explosionsgefahr. Foto: Bernd März

Amtsgericht Marienberg evakuiert

Marienberg. Chemieeinsatz am Amtsgericht Marienberg im Erzgebirge. Der Gefahrgutzug des Erzgebirgskreises wurde gegen 11 Uhr zum Amtsgericht alarmiert. Eine Mitarbeiterin öffnet einen Brief mit weißem Pulver und wurde verletzt. Gegen 11:45 Uhr mussten dann die Feuerwehrfahrzeuge zurück setzen. Das Amtsgericht wurde evakuiert. Laut unbestätigten Aussagen soll es sich um Explosionsgefahr handeln. Daher wurden die Feuerwehrleute zurück geschickt und es wurde ein Sperrkreis eingerichtet. Die Polizei leitet den Einsatz aktuell. Im Einsatz sind dutzende Wehren aus dem Umkreis.

Das Amtsgericht Marienberg musste evakuiert werden. Foto: Kenny Langer

Update: Polizeimeldung 13.58 Uhr

Polizeieinsatz wegen verdächtiger Briefsendung – Erstmeldung
Zeit: 30.06.2020, 10.55 Uhr polizeibekannt
Ort: Marienberg
(2401) Nachdem im Amtsgericht Marienberg in der Zschopauer Straße eine verdächtige Briefsendung einging, kamen am Dienstagvormittag Polizei und Feuerwehr zum Einsatz. In diesem Brief befand sich eine derzeit noch unbekannte Substanz mit der ein Mitarbeiter (61) des Amtsgerichts in Kontakt kam. Das Gebäude wurde daraufhin evakuiert und die Zschopauer Straße im Umkreis von rund 200 Metern gesperrt. Der 61-Jährige wurde zur medizinischen Versorgung vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.
Die polizeilichen Maßnahmen laufen vor Ort. Spezialisten des Landeskriminalamtes Sachsen wurden angefordert, um den Inhalt des Briefes zu untersuchen. Es wird seitens der Polizeidirektion Chemnitz nachberichtet. (mg)

 

update 16.37 Uhr

Polizeieinsatz wegen verdächtiger Briefsendung – Ergänzungsmeldung –
Zeit: 30.06.2020, 10.55 Uhr polizeibekannt
Ort: Marienberg
(2402) Aufgrund einer verdächtigen Postsendung im Amtsgericht Marienberg in der Zschopauer Straße lief seit dem Vormittag ein Polizeieinsatz (siehe Medieninformation 296, Nr. 2401).
Gegen 15.30 Uhr untersuchten Spezialisten des Landeskriminalamtes Sachsen den Brief. Erste Untersuchungen erbrachten keine Hinweise, dass vom Inhalt der Sendung eine Gefahr ausgeht. Eine anstehende Laboruntersuchung soll nun abschließenden Aufschluss geben. Der 61-Jährige, der mit dem Brief in Kontakt gekommen war und vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht wurde, blieb nach bisherigen Erkenntnissen unverletzt.
Gegen 16.15 Uhr wurden alle Sperrungen aufgehoben. (

 

 

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