Fachkräfte verzweifelt gesucht

Fachkräfte werden im Erzgebirge dringend gesucht Foto: pixabay.com

Fachkräfte werden im Erzgebirge dringend gesucht
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Mit einem Klick zum neuen Job

Erzgebirgskreis. Die Firma Meyer-Drehtechnik sucht einen Qualitätskontrolleur, CNC-Einrichter und CNC-Fräser, der Tourismusverband einen Projektmanager, TURCK eine Qualitätsfachkraft im Bereich Wareneingangskontolle. Die Aufzählung würde sich länger fortführen lassen. Der Grund: Der Fachkräftemangel im Erzgebirgskreis wird zu einem immer größeren Problem.
Ein Indikator dafür sind die ständig wachsenden Angebote und Zugriffszahlen auf dem Fachkräfteportal der Wirtschaftsförderung Erzgebirge. Im frühen Sommer 2014 präsentierten sich 90 Unternehmen mit 150 Jobs auf der Plattform. Binnen eines Jahres stiegen die Zahlen auf 124 Unternehmen mit 310 Stellenausschreibungen. Dazu werden 50 Lehrlinge gesucht.
„Technische Berufsbilder bilden nach wie vor den Schwerpunkt in unserem Angebot, wir haben aber im letzten Jahr auch Krankenhäuser, Softwarefirmen, Handwerksbetriebe oder Unternehmen der kommunalen Versorgung neu für unser Dienstleistungsangebot gewinnen können“, berichtet Jan Kammerl der das Portal betreut. An Spitzentagen besuchen 1400 bis 1500 Interessierte die Seite www.fachkraefte-erzgebirge.de im Intnet. Vor einem Jahr waren es nur 750 Nutzer.
Dr. Steffen Leischnig, der Geschäftsführer der LSA Leischnig GmbH aus Hilmersdorf: “Mit dem Fachkräfteportal wird Heimkehrern und Neu-Heimischen ein Spektrum der Möglichkeiten eröffnet. In unserem Unternehmen arbeiten mehrere Fachkräfte, bei denen der Erstkontakt über das Fachkräfteportal zustande kam. Damit ist das Portal um Längen erfolgreicher als die übrigen Wege zur Personalakquise.”
Die AWEBA Werkzeugbau GmbH aus Aue, einer der größten Arbeitgeber der Erzgebirgsregion, nutzt seit 2011 das Fachkräfteportal. Simone Böhm ist Personalleiterin im Unternehmen und weiß um die Wichtigkeit eines funktionierenden Regionalportals. „Wir sind mit der Anzahl der eintreffenden Bewerbungen, die über das Fachkräfteportal erzielt werden, sehr zufrieden. Vor allem echte Experten mit Berufserfahrung, dem notwendigen Fertigungswissen und handwerklichen Können finden wir über die erzgebirgische Onlinestellenbörse. Im Sommer werden wir erstmals auch unsere Ausbildungsplätze für das kommende Jahr einstellen und studentische Praktika über die regionale Stellenbörse anbieten“, erläutert die Personalchefin.

Angebot für Unternehmen und Nutzer weiter optimieren

Die WFE und das Regionalmanagement Erzgebirge optimieren das Angebot regelmäßig weiter. Zum einen im Hinblick auf das Nutzererlebnis für potentielle Bewerber, zum anderen in Bezug auf die Sichtbarkeit des Onlineportals in anderen Medien, damit Unternehmen qualifizierte Bewerbungen erhalten und einen Mehrwert aus dem Angebot ziehen. Die strategischen Ziele liegen daher mittelfristig auf einer Verbreiterung der Angebotsvielfalt, so dass Key Account Manager, Grafikdesigner oder Kinderkrankenpfleger noch öfter im Portal zu finden sind. Das Regionalmanagement Erzgebirge wiederum ist für das Marketing zuständig. Das Fachkräfteportal wird auf Firmenkontaktmessen und in Radiowerbespots beworben. Es werden nationale Onlinestellenportale als Multiplikator genutzt, die Angebote werden mit den Social-Media-Kanälen verknüpft und im Herbst werden Großflächen-Plakate in Sachsen positioniert.
„In der Summe zeigt sich, das Unternehmen unserer Region aktiver und kreativer beim Thema Personalmarketing werden – auch weil der Bedarf an Fachkräften stetig zunimmt. Dabei stellen wir fest, dass viele Personalverantwortliche inzwischen sehr vorausschauend handeln und z.B. schon jetzt Ausbildungsangebote für 2016 online stellen oder über die Rubrik ‚Praktika‘ künftige Hochschulabsolventen für Studienarbeiten oder als Werkstudenten suchen“, erläutert Jan Kammerl seine Eindrücke aus den letzten 12 Monaten.

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